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Düsseldorf. Wie viel Geld ein Auszubildender bekommt, unterscheidet sich laut einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung je nach Branche und Bundesland zum Teil deutlich. So kommt die am Mittwoch in Düsseldorf veröffentlichte Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zu dem Ergebnis, dass die Differenz innerhalb einer Branche bis zu 296 Euro beträgt. Während ein angehender Kfz-Handwerker in Baden-Württemberg im dritten Lehrjahr 956 Euro erhält, bekommen Auszubildende in Brandenburg 660 Euro. In der Regel sei die Bezahlung in Westdeutschland besser als im Osten, zudem gebe es ein Süd-Nord-Gefälle, hieß es.

In der Chemieindustrie erhalten Auszubildende im Osten im dritten Jahr eine Vergütung in Höhe von 1030 Euro. Im Bezirk Nordrhein betrage die Ausbildungsvergütung hingegen 1117 Euro. In der Metall- und Elektroindustrie machten die Unterschiede bis zu 97 Euro aus. In Nordrhein-Westfalen bekommen Auszubildende laut Studie 1102 Euro, in Baden-Württemberg sogar 1199 Euro. Die höchste Vergütung bekommen der Studie zufolge Auszubildende im vierten Jahr im westdeutschen Bauhauptgewerbe mit 1580 Euro. Eine besonders niedrige Vergütung werde im thüringischen Kfz-Handwerk mit 610 Euro im ersten Ausbildungsjahr gezahlt.

Da für Auszubildende der gesetzliche Mindestlohn nicht gelte, spiele für sie eine große Rolle, ob ihr Betrieb nach Tarif zahle. In der wachsenden Anzahl nicht-tarifgebundener Betriebe werden jedoch häufig deutlich niedrigere Vergütungen gezahlt, erklärte der Leiter des Tarifarchivs des WSI, Thorsten Schulten. Er sprach sich deshalb für die Einführung einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung aus. epd/nd

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