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Ein kurioser Streit

Bildungsrauschen

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Im Oktober 2017 richtete die »Brigitte«-Academy in Kooperation mit der Hamburger Netzwerk-Plattform »Alsterloge« eine Podiumsdiskussion zum Thema »Frauen in Führungspositionen« aus. Es fehle Frauen häufig an Mut zur Macht, meinten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Geschäftsführerin von Gruner + Jahr, Julia Jäckel, erklärte hierzu: »Macht hat viel damit zu tun, Dinge anders zu machen. Mit Mut, aber auch mit Verantwortung. An Macht muss man sich gewöhnen. Aber irgendwann erkennt man auch, welche Möglichkeiten damit verbunden sind, welche Gestaltungsmacht sich dadurch in der Gesellschaft eröffnet.« (brigitte.de)

Auch in der Pädagogik sind Leitungsfunktionen für Frauen keine Selbstverständlichkeit. Quoten und Förderungen sind deshalb sinnvoll. Baden-Württemberg bietet mit »Frauen fit für Leitung« Fortbildungskurse zur Schulleiterin an. Daneben fordert das Kultusministerium Frauen auf, Erfahrungen zu sammeln. Die Arbeit als Beratungslehrerin oder Fachberaterin, Lehrbeauftragte oder als Akademiereferentin gelten als Qualifizierung für Schulleiterposition. Man empfiehlt, sich Einblicke in verschiedene Schulen und Schulentwicklungsprozesse zu verschaffen, sich an der Stundenplanerstellung zu beteiligen oder eine Rektorassistenz anzunehmen. (km-bw.de)

Hingegen ist in Sachsen-Anhalt ein kurioser Streit entbrannt. Laut mdr.de kritisieren Frauenverbände, dass nunmehr auch Schulleiterinnen in die Statistik der für in vier Jahren angestrebten 50-Prozent-Quote für Frauen in Leitungsfunktionen im Öffentlichen Dienst einfließen. So argumentierte die Vorsitzende des Landesfrauenrats, Eva von Angern (Linkspartei), dass es an den Schulen anders als in Berufen, in denen es an Frauen in Führungspositionen mangele, »mehr Lehrerinnen als Lehrer« gebe. Folglich seien Frauen auch häufiger Schulleiterinnen. Diese hohe Quote könne jedoch nicht einfach die niedrige bei den weiteren Chefposten ausgleichen. Sie befürchte, dass nun »nicht mehr gehandelt« werde. Dem widerspricht die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Cornelia Lüddemann. Auch die Schulleiterin einer Sekundarschule, Ines Petermann, findet die Berücksichtigung von Schulleiterinnen in der Statistik richtig. Sie führe ein »eigenständiges Unternehmen«, das eingebettet in verschiedene Träger und Institutionen, abgestimmt mit Schülern, Eltern, Lehrkräften und sonstigem Personal, »organisiert und koordiniert« werden will. Für die Ministerin für Gleichstellung, Anne-Marie Keding (CDU), sind Schulleiter »Behördenleiter mit einer gewaltigen Vorbildfunktion und prägendem Einfluss«.

In Bayern lag im Schuljahr 2016/17 die Quote von Schulleiterinnen in Realschulen bei rund 31 Prozent. Die Grünen fordern die Einstellung von Schulleitern nach »fachlicher und pädagogischer Leistung« statt nach »Karrierebereitschaft« sowie Karrieremöglichkeiten für Teilzeitbeschäftigte. (nordbayrischer-kurier.de). Lena Tietgen

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