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Spanien will keine Klingen an Grenzzäunen von Afrika-Exklaven mehr

Madrid. Die spanische Regierung hält an ihren Plänen fest, die umstrittenen messerscharfen Klingen an den Grenzzäunen der Afrika-Exklaven Ceuta und Melilla zu entfernen. »Ich nenne ungern Termine, weil das oft zu Enttäuschungen führt, aber die Entfernung soll unverzüglich erfolgen«, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Donnerstagabend in einem Radiointerview. Am Donnerstag waren mehr als 600 Flüchtlinge gewaltsam in Ceuta eingedrungen. Madrid garantiere, dass das Sicherheitsniveau auch »mit weniger grausamen Mitteln beibehalten werden« könne, betonte Grande-Marlaska. Vorwürfe der Opposition, das spanische System zur Aufnahme von Migranten stehe angesichts der in den letzten Monaten gestiegenen Flüchtlingszahlen vor dem Kollaps, wies der Innenminister zurück. Er warf der konservativen Vorgängerregierung vor, keine Maßnahmen ergriffen zu haben, »um dieser vorhersehbaren Entwicklung« zu begegnen. dpa/nd

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