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Die Tour-Rocker

Tom auf Tour

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Geschwindigkeit ist nicht alles mit dem Rad, selbst nicht bei der Tour de France. Das zeigten am Etappenort Amiens die Rad-Rocker des Waid’n’Bike-Klubs. Sie stecken ihren Ehrgeiz nicht in schmale Felgen, Scheibenbremsen und Rahmen fast ohne Gewicht. »Nein, wir lieben es, zu cruisen«, sagt Quentin, und grinst. Der Bursche hat die Figur eines Möbelpackers und würde gut auf eine Harley Davidson passen. Weil er aber auch Radfahren cool findet, hat er eine Kombination gesucht, und sie im Waid’n’Bike-Klub gefunden. Der baut ganz spezielle Räder. Sie sind ausladend, haben Rahmen aus Holz oder Stahl, sind farbig, manchmal im Hippie-Stil gehalten, manchmal eher rural. Die Lenker sind breit, die Sitze tiefergelegt und weit nach hinten verlagert. Halb sitzt man, halb liegt man schon in diesen Rädern. Die Reifen selbst sind breit wie die Pranken von Schwerathleten. Das komplette Rad sieht dann auch aus wie eine Harley Davidson, nur statt des Motors gibt es Pedalen.

»Wir haben unsere eigene Werkstatt, bauen uns dort die Räder selbst, fertigen aber auch welche nach Kundenwünschen an«, erzählt Quentin. Das Preisgefüge liege zwischen 300 und 4000 Euro sagt er.

Voller Stolz präsentiert er seine eigene Kreation: ein Bike mit Holzrahmen. Der Sitz schwingt dabei frei. Der Sattel ist aus Leder - »altes italienisches Fabrikat«, meint Quentin. Mit Leder überzogen sind auch die Lenkergriffe.

Das Fahrgefühl ist tatsächlich eines, das an Cruisen erinnert. Man rollt durch die Gegend, beansprucht Platz, der einem aber auch gewährt wird. Der Soundtrack zur Fahrt - Steppenwolfs »Born to be wild« - stellt sich von ganz allein ein.

Der Klub organisiert seit seiner Gründung vor sechs Jahren regelmäßig auch Touren. Die Inspiration für die besondere Art zu fahren kommt aus den 1930er Jahren, aus den USA, von einer Szene von Flugzeug- und Motorradherstellern, die dann eben aufs Fahrrad umsattelte. Traditionsräder von Kultfirmen wie Electra pflegt die Gruppe ebenfalls. Sie verkauft auch solche mit E-Motoren. Nur vintage ist die Truppe also nicht.

Zur Tour de France mit den ultraleichten Karbonrädern ohne jeglichen Schnickschnack und den abgemagerten Bergfahrern liefern die massigen Kerle mit ihren opulenten Rädern ein hinreißendes Kontrastprogramm. Sie haben sich auch prompt vor dem Hauptquartier der Tour aufgebaut.

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