Werbung

Kraftwerke fahren Leistung runter

BUND warnt bei warmen Gewässern vor Fischsterben

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Essen. Wegen der anhaltenden Hitze haben einzelne Atomkraftwerke in Deutschland ihre Leistung heruntergefahren. Beim AKW Philippsburg in Baden-Württemberg wurde die Leistung um bis zu zehn Prozent verringert, wie der Versorger EnBW mitteilte. Dadurch solle der Anstieg der Wassertemperatur im Rhein durch das eingeleitete Kühlwasser begrenzt werden.

In Norddeutschland produzieren die Atomkraftwerke Grohnde und Brokdorf nach Angaben des Betreibers PreussenElektra wegen der leicht erhöhten Gewässertemperaturen etwas weniger als üblich. Derzeit führt dies in Grohnde zu einer um 80 bis 120 Megawatt geringeren Stromproduktion, in Brokdorf sei die Einschränkung geringer. Die Reduzierung der Produktion wegen der etwas höheren Gewässertemperaturen sei ein ganz normaler Effekt, hieß es.

Einschränkungen bei den Atomkraftwerken gibt es auch in der Schweiz. Das AKW Mühleberg südwestlich von Basel musste die Leistung um zehn Prozent drosseln. Dadurch wird die Menge des zurückgeleiteten Kühlwassers reduziert, das den Fluss Aare zusätzlich aufheizt. Solche Maßnahmen gebe es jeden Sommer, sagte ein Sprecher. Das älteste noch in Betrieb befindliche Kraftwerk der Welt in Beznau nahe der deutschen Grenze bei Waldhus-Tiengen steuerte nach Angaben eines Sprechers auf eine erste Drosselung in diesem Jahr zu.

Insgesamt haben die hohen Temperaturen und die sinkenden Wasserstände der Flüsse die Stromversorgung in Deutschland bislang aber nur wenig beeinträchtigt. »Es ist alles im grünen Bereich«, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen der hohen Wassertemperaturen hat EnBW zudem einen Block seines Steinkohle-Dampfkraftwerks im Karlsruher Rheinhafen abgestellt. Der Konzern hat vorsorglich Ausnahmeanträge gestellt, um seine Kraftwerke auch weiter betreiben zu können, wenn die Wassertemperaturen von Rhein und Neckar die Grenze von 28 Grad überschreiten. Dann muss aber die Leistung gedrosselt werden. Die Umweltorganisation BUND kritisierte solche Ausnahmen. Sie seien wegen des drohenden Fischsterbens »unverantwortlich« sagte BUND-Experte Gottfried May-Stürmer der »Heilbronner Stimme« (Dienstag).

Die Stromproduktion aus Wasserkraft läuft nach Angaben des Unternehmens Uniper auf dem im Sommer üblichen Niveau. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen