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Schließt die Lücken!

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: 1 Min.

Dass die Mietpreisbremse ein stumpfes Schwert im Kampf gegen Mieterhöhungen ist, zeigt wieder einmal das Beispiel Akelius. 12 000 Wohnungen gehören dem schwedischen Konzern mittlerweile in Berlin. Seine Strategie heißt Modernisierung. Angeblich saniert er jede Wohnung vor jeder Neuvermietung, da bei Modernisierung die Mietpreisbremse nicht gilt - Wohnungen können dann zu jeder beliebigen Höhe angeboten werden. Davon macht der Konzern gerne Gebrauch. Selbst Wohnungen im Erdgeschoss an lauten Straßen kosten dann schon mal 25 Euro kalt.

Mieter berichten, dass selbst Einbauküchen nach nur kurzer Gebrauchszeit ersetzt werden - durch speziell für Akelius in Schweden hergestellte Küchen. Auch Fertigparkett und Kacheln sollen Spezialanfertigungen sein.

Die Sanierungen sorgen nicht nur für Lärm und Dreck, worunter die übrigen Mieter leiden. Sie führen zudem dazu, dass Wohnungen länger leer stehen, was den Markt weiter verknappt. Wenn eine Sanierung geplant ist, dürfen Vermieter Wohnungen leer stehen lassen. Dafür brauchen sie eine Genehmigung vom Bezirksamt. Doch auch wenn eine solche nicht vorliegt: Solange das Bezirksamt nicht weiß, wo Wohnungen unbelegt sind, kann es auch gar keine Vergehen bestrafen.

Es ist offensichtlich: Es gibt noch viele Lücken zu schließen.

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