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Die »First Lady« der Vereinigten Staaten ist gemäß Protokoll die Gastgeberin des Weißen Hauses, zudem erfüllt sie wichtige öffentliche Aufgaben und besitzt für diese Tätigkeit einen eigenen Stab von Mitarbeitern. Im Normalfall ist sie die Ehefrau des Präsidenten, es gab aber auch schon Fälle, in denen Schwestern, Töchter, Nichten, etc. diese Rolle ausfüllten.

Nach der Wahl ihres prominenten Vaters wurde Ivanka Trump für einige Zeit als »First Lady« gehandelt. Im Gegensatz zu ihrer eher zurückhaltenden Stiefmutter war sie im Wahlkampf unermüdlich für Donald J. im Einsatz. Melania hatte allerdings doch Lust auf den Job und stattdessen wurde Ivanka offizielle Beraterin des Präsidenten, allerdings ohne den üblichen Beamtenstatus oder ein Gehalt. Aber wer wie Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner ein geschätztes Privatvermögen von 740 Millionen US-Dollar besitzt, kann schon mal für umme arbeiten.

Ivanka gilt, im Gegensatz zu ihrem Vater, als einigermaßen liberal. Die Universität von Pennsylvania hat ihr Wirtschaftswissenschaften beigebracht, ihre Kommilitoninnen die Bedeutung von White Collar-Feminismus. Sie ist eine Philanthropin und spendet für eine gute Sache (krebskranke Kinder, arme Kinder, Kinder halt) auch schon mal hohe Summen.

Nun schreiben die Medien landaus- und einwärts, Ivanka hätte sich von Donald J. distanziert, gar schonungslose Kritik geübt. Was war passiert? Sie hatte auf mehrmalige Nachfrage erklärt, die Trennung von Familien an den Grenzen sei »ein Tiefpunkt«. Außerdem hatte sie Donald J. widersprochen: Medien seien »keine Feinde des Volkes«.

Aber kann von Distanz wirklich die Rede sein? In der Vergangenheit hatte sie ihren Vater stets gegen jeden Vorwurf verteidigt, und man muss auch keine Liberale sein, um die Politik des Präsidenten verwerflich zu finden. In Kürze finden Kongresswahlen statt, vielleicht versucht Ivanka nur, das Trump-kritische republikanische Establishment zu beruhigen.

Einen konsequenten Bruch mit ihrem Vater oder dessen Umschwänken sollte man vielleicht nicht erwarten.

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