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Sven Seifert

7. 5. 1962 - 18. 7. 2018

Mit einem W50-Lastwagen aus NVA-Beständen brachen im Jahr 1992 sechs junge Dresdner in die irakischen Kurdengebiete auf, um humanitäre Hilfe zu leisten. Das Projekt zeugte von Idealismus wie von Willensstärke - Eigenschaften, die Initiator Sven Seifert von Mitstreitern attestiert wurden.

Der Schlosser und Wasserbauingenieur beließ es nicht bei einmaliger Hilfe. Die Mission 1992 gab den Anstoß für die Gründung des »arche noVa e.V.«, der zu einer weithin anerkannten Organisation für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit geworden ist und 123 Hilfsprojekte in mehr als 40 Ländern organisiert hat. Der Verein hilft in Krisen wie nach dem Erdbeben in Haiti 2010, kümmert sich aber auch langfristig um Zugang zu sauberem Wasser und bessere hygienische Verhältnisse.

Seifert, der seit 2009 Geschäftsführer des Vereins war und 2013 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, betreute viele Vorhaben im Ausland, profilierte den Verein aber auch als »Stimme für Toleranz und Hilfsbereitschaft« in Dresden. Zum Abschied zitierte »arche noVa« Seiferts Lebensmaxime: »Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.« hla

Hatidza Mehmedovic

1952 - 22. 7. 2018

Bekannt geworden war ihr Name im Zusammenhang mit dem Prozess vor dem Kriegsverbrecher-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien. Dort hatte auch Hatidza Mehmedovic als Präsidentin der Opferorganisation »Mütter von Srebrenica« geklagt. In Srebrenica waren im Juli 1995 während des Bosnien-Krieges 8000 männliche bosnische Muslime zwischen 13 und 78 Jahren von bosnischen Serben hingerichtet worden, nachdem sie sich deren Militär nicht ergeben hatten. Angeklagt waren die UNO und der Staat Niederlande, dessen Blauhelme das Massaker nicht verhinderten.

Mehmedovic und die anderen Mütter unterlagen vor Gericht. Das, was sie als Gerechtigkeit erwarteten, verweigerte ihnen das Tribunal 2010. Doch verloren hatten sie ja bereits 15 Jahre zuvor alles: Mehmedovic ihren Mann Abdullah sowie die beiden Söhne Almir und Azmir, 16 und 17 Jahre alt. In dem jahrelangen juristischen Tauziehen, ob die UNO nun von einem Gericht schuldig gesprochen werden könne, gab sie den Opfern ein Gesicht. Die Abweisung der Klage war ihr nicht vermittelbar. Nur einmal jubelte sie noch: Als der bosnisch-serbische General Ratko Mladic am 22. November 2017 des Völkermords in Srebrenica für schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. roe

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