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Sichere Häfen für alle

In ganz Deutschland gehen Tausende für Seenotrettung auf die Straße

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Berlin. Sichere Häfen in Europa für Schutzsuchende schaffen, die Kriminalisierung der Seenotrettung beenden, Solidarität mit Geflüchteten zeigen. Das wollen die Aktivisten der »Seebrücke«-Bewegung, die derzeit täglich an Schwung zu gewinnen scheint. Seit Anfang Juli gehen Menschen aus ganz Deutschland und aus unterschiedlichen politischen Spektren zu Tausenden gegen die Abschottungspolitik auf die Straßen. Seit die Retter nicht mehr retten dürfen, führt diese zu besonders vielen Toten. Alleine Seit Juni sind mehr als 700 Menschen im Mittelmeer ertrunken, seit Jahresbeginn mindestens 1100. Die »Seebrücke«-Demonstranten tragen dagegen orange. Die Farbe steht symbolisch für die Rettungswesten, die kaum noch zum Einsatz kommen dürfen.

Auch am Samstag soll Farbe gezeigt werden. Dann findet der Aktionstag »Day Orange« statt. Ob Fahne aus dem Fenster oder Spange im Haar - es soll darum gehen, sich solidarisch mit den Geflüchteten und Seenotrettern zu zeigen. In Dutzenden Städten sind Aktionen und Demonstrationen geplant. Die Proteste zeigen: es ist nur eine Minderheit der Bevölkerung, die hinter den Forderungen der Konservativen und Rechtsradikalen steht. Zahlreiche Menschen fordern ein Ende des Rechtsrucks. Mehr und mehr erkämpfen sie sich derzeit Gehör. Und bekommen prominente Unterstützung. Einst sang er »Land unter«, nun macht auch Herbert Grönemeyer mit dem Who-is-who der deutschen Musikszene mobil für die Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer.

Der Gegenwind ist dabei natürlich Gewiss. Der »NGO-Wahnsinn« muss beendet werden, fordert erst jüngst wieder der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz. Und bezeichnete Rettungsorganisationen, die im Mittelmeer Menschen bergen, als »Partner der Schlepper«. Auch in Deutschland werden die Rettungsschiffe von höchster Stelle als »Menschen-Shuttle« bezeichnet und von »Anti-Abschiebe-Industrie« und »Asyltourismus« gesprochen. Die meisten Schiffe sind momentan auf Malta festgesetzt und können nicht auslaufen. Nicht zuletzt wegen der Welle an Vorwürfen, die sich in den letzten Monaten über sie ergossen hat. Aber was ist dran, an den Anschuldigungen? Kooperieren die Schiffe der Nichtregierungsorganisationen wirklich mit Schleppern? Und warum bringen die Helfer die Menschen nicht einfach zurück nach Afrika? Das »nd« räumt mit fünf Mythen über die Seenotrettung im zentralen Mittelmeer auf. nd Seite 4 und 5

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