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Erfolgloser Einstand für Magdeburg

Bei seinem Debüt in der 2. Bundesliga verpasst der Aufsteiger den erhofften Auftaktsieg gegen St. Pauli

  • Lesedauer: 3 Min.

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Magdeburg. Erstes Tor, erste Führung, aber am Ende doch noch keine Punkte - der 1. FC Magdeburg ist trotz eines ermutigenden Auftritts bei seinem Debüt in der 2. Fußball-Bundesliga leer ausgegangen. Der ehemalige Europapokalsieger unterlag am Sonntag in der ausverkauften Heimarena dem FC St. Pauli mit 1:2 (1:1). »Uns geht der eine Punkt heute verloren«, sagte Trainer Jens Härtel: »Auf dem Niveau werden Sachen knallhart bestraft.«

Vor 24 156 Zuschauern brachte Torjäger Christian Beck die Hausherren bei prächtiger Stimmung ihrer Anhänger in der 16. Minute in Führung. Den Ausgleich für St. Pauli erzielte Christopher Bruchtmann allerdings bereits 13 Minuten später. Mit einem Traumfreistoß zerstörte dann Marvin Knoll (83.) die Hoffnungen des 1. FCM auf den Punktgewinn gleich zum Auftakt.

Dennoch dürften die Magdeburger auf dieser Leistung aufbauen können, nach dem Abpfiff applaudierten die heimischen Fans. »Wir haben gesehen, dass wir mitspielen können, das macht uns Mut. Es war eine tolle Stimmung, die Mannschaft hat alles versucht«, sagte Härtel.

Fast drei Jahrzehnte hatten die Magdeburger auf diesen Anpfiff gewartet. Und die Spieler des Gastgebers legten auch gleich ohne großen Respekt vor der 2. Liga los. Sie wollten schließlich auch nach dem geglückten Aufstieg ihre Serie ausbauen: Die bis dahin letzte Niederlage in einem Meisterschaftsspiel kassierten die Magdeburger immerhin schon am 24. Februar durch ein 0:1 beim FC Hansa Rostock.

Härtel hatte trotzdem von der Dreierkette aus der Aufstiegssaison abgesehen und zunächst vier Abwehrspieler vor Neuzugang Jasmin Fejzic im Tor aufgeboten. Das, was sich die gesamte Mannschaft vorgenommen hatte, setzte sie auch um. »Es ist sicher kein Spaziergang für St. Pauli, aber genauso müssen wir auftreten«, betonte Lizenzspielerabteilungsleiter Maik Frank in der Halbzeitpause.

Sollte heißen: Magdeburg wollte es dem Gegner möglichst unangenehm machen und die eigenen Torchancen effizient nutzen. So wie Torjäger Beck. Kurz vor seinem Führungstreffer war er schon einmal nach einem eher harmlosen Kontakt mit St. Paulis Abwehrspieler Christopher Avevor zu Fall gekommen. Kein Elfmeter. Das Tor fiel aber auch so. Nach einem Fehler von Philipp Ziereis, der einen Ball unterlief, war Beck zur Stelle. Ein kurzer Antritt des 1,95 Meter großen Angreifers, ein satter Schuss mit links aus rund 18 Metern, und Magdeburg bejubelte den ersten Treffer in seiner Bundesligageschichte. »Er hat das Näschen und ist da, wo er sein muss«, betonte Franz.

Die Zuschauer, die es trotz einer rund 40-minütigen Komplettsperrung des Magdeburger Hauptbahnhofs am Sonntagvormittag noch alle rechtzeitig ins Stadion geschafft hatten, bekamen auch danach ein intensives Spiel zu sehen. Allerdings mit einem Stimmungsdämpfer für die Gastgeber, als St. Paulis Bruchtmann einen verunglückten Abwehrversuch von Michael Niemeyer zum Ausgleich nutzte. Ein Tor wie aus dem Nichts, dass die Gäste aber stärker werden und die Kontrolle über die Partie übernehmen ließ. Ein weiteres Tor gelang ihnen aber bis zur Pause zunächst noch nicht.

Die Magdeburger, die vor elf Jahren in der damaligen Regionalliga durch eine 0:1-Niederlage den Zweitligaaufstieg am letzten Spieltag verpasst hatten, verlegten sich auch nach der Pause eher aufs Kontern. Bei hohen Temperaturen nahmen beide Mannschaften allerdings auch Tempo aus der Partie.

Chancen ließen die Gastgeber kaum zu. Der Freistoß von Knoll, verursacht durch Niemeyer, sorgte dann für die Entscheidung gegen die Magdeburger. »Die beiden Gegentore wären in der dritten Liga vielleicht nicht gefallen«, meinte Kapitän Nils Butzen. »Das ist ein Lernprozess, den wir mitnehmen.« dpa/nd

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