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Ein Tropfen auf den heißen Stein

20 vietnamesische Pflegekräfte werden in der Rostocker Uniklinik erwartet

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Rostock. Nach jahrelangen Vorbereitungen ist es Ende August so weit: In der Rostocker Universitätsmedizin werden 20 Vietnamesen erwartet. Die 16 Frauen und vier Männer sind ausgebildete Pflegekräfte. Da vietnamesische Examina in der EU nicht anerkannt werden, müssen sie an der Uniklinik eine Ausbildung beginnen. Der Pflegevorstand der Klinik, Annett Laban, hatte gesagt, dass Erfahrungen gesammelt werden müssen. Sollte sich zeigen, dass eine verkürzte Ausbildung möglich ist, werde nachjustiert.

Mit drei Wochen an der Berufsschule beginne die Ausbildung, dann starte die erste Praxisphase auf den verschiedenen Klinikstationen, dabei werden die Auszubildenden immer zu zweit auftreten, wie es hieß. Parallel gibt es in den ersten Wochen weiterführenden Deutschunterricht und eine interkulturelle Fortbildung beim Rostocker Verein »Diên Hông - Gemeinsam unter einem Dach«.

Wie Diên-Hông-Mitarbeiterin Maria Lichtermann schilderte, leben rund 1000 Vietnamesen in Rostock. Der Verein war 1992 zwei Monate nach den rassistischen Ausschreitungen in Lichtenhagen von Vietnamesen und Einheimischen gegründet worden. Die Arbeit des Vereins habe sich gelohnt, sagte Lichtermann. Die Vietnamesen, die schon zu DDR-Zeiten in Mecklenburg-Vorpommern ankamen und nun in zweiter und dritter Generation hier lebten, seien sehr gut integriert. Die meisten hätten reguläre Arbeitsverhältnisse, viele gingen einer selbstständigen Beschäftigung nach.

Die Bemühungen der Uniklinik zur Gewinnung von Pflegekräften sind in ein Modellvorhaben des Bundeswirtschaftsministeriums und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit eingebunden. Ziel ist es, die Kooperation mit Vietnam zu verstärken. Laban sagte, in Vietnam werde weit über den Bedarf ausgebildet. Es würden keine notwendigen Pflegekräfte abgezogen. dpa/nd

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