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Der Lohn der Nacht

Wer viel schläft, dem wird häufig unterstellt, er sei träge. Ein Fehlschluss.

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Immer mehr Menschen legen heute Wert auf eine gesunde Lebensweise. Sie ernähren sich vegetarisch oder vegan und treiben regelmäßig Sport. Am Schlaf hingegen sparen sie häufig. Denn wer lange schläft und erst vergleichsweise spät aufsteht, gilt gemeinhin als träge und wenig leistungsorientiert.

Der historischen Überlieferung zufolge kamen auch viele Größen des Geistes nur mit wenig Schlaf aus: Leonardo da Vinci, Voltaire, Benjamin Franklin, Napoleon Bonaparte, der einmal lapidar feststellte: »Vier Stunden schläft der Mann, fünf die Frau, sechs ein Idiot.« Dass Donald Trump, nun wahrlich keine Geistesgröße, nach eigenen Angaben lediglich drei Stunden schläft, sei hier kommentarlos hinzugefügt. Der berühmte Erfinder Nikola Tesla hielt zu viel Schlaf ebenfalls für kontraproduktiv. Er gewöhnte sich daher an, nur zwei Stunden am Tag zu schlafen und erlitt mit 25 einen psychischen Zusammenbruch.

In der modernen kapitalistischen Leis...


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