Mali: UN-Vorwürfe gegen Sicherheitskräfte

New York. Ein UN-Bericht wirft den Sicherheitskräften im westafrikanischen Krisenstaat Mali die Tötung Dutzender Zivilisten vor. Der für den Sicherheitsrat verfasste Bericht bezieht sich auf drei mutmaßlich Angriffe auf Zivilisten. Dabei soll es eine »beunruhigende Wiederholung von Menschenrechtsverletzungen« durch malische Sicherheitskräfte im Rahmen von »Einsätzen gegen Terroristen« gegeben haben. So seien bei einer Attacke von Regierungstruppen auf einen Viehmarkt im Mai zwölf Zivilisten getötet worden. Weiterhin erwähnt der Bericht die Ermittlungen des Stabilisierungseinsatzes der UNO in Mali (Minusma) von April über eine mutmaßliche Massenhinrichtung mit 44 Toten. Zudem wurden mehrere Massengräber entdeckt. Im Norden seien zudem »zahlreiche Zivilisten bei terroristischen Attacken getötet worden«. In Mali bestimmen die Bürger am Sonntag in einer Stichwahl ihren neuen Präsidenten. Amtsinhaber Ibrahim Boubacar Keïta geht als deutlicher Favorit gegen den Herausforderer Soumaïla Cissé ins Rennen. AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung