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Das Undenkbare

Wolfgang Hübner über den rationalen Kern der CDU-LINKE-Debatte

  • Lesedauer: 1 Min.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält mit dem Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (LINKE).
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält mit dem Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (LINKE).

Ungewöhnliche Gedanken haben es schwer in einer politischen Landschaft, in der die Parteien ihre Claims scharf abgesteckt haben. Und klar: Eine Zusammenarbeit von CDU und Linkspartei auf Landesebene wäre für alle äußerst gewöhnungsbedürftig. Aus gutem Grund, denn die inhaltlichen Differenzen sind deutlich, teils unüberbrückbar.

Dass der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther über eine Kooperation seiner CDU mit der LINKEN im Osten nachdachte, hat etwas Wohlfeiles - ihn betrifft es ja nicht. Die Abwehrreaktionen aus der Union bestehen teils aus Extremismusgeschwafel, das auf eine Gleichsetzung von AfD und Linkspartei hinausläuft. Das Körnchen Wahrheit an der Sache: Nicht ausgeschlossen, dass sich demnächst nach einer Landtagswahl im Osten eine Regierung gegen die AfD nur noch bilden lässt, wenn CDU und LINKE aufeinander zu gehen. Dann stellt das Leben die Frage nicht theoretisch, sondern ganz dringend und praktisch; ideologische Bekenntnisse helfen nicht mehr weiter.

Deshalb wäre es vielleicht hilfreich, das Undenkbare für den Notfall nüchtern zu durchdenken und Probleme zu definieren. Vor allem aber und zunächst eine Politik zu betreiben, die sich kompromisslos mit Rechtsaußen auseinandersetzt und der AfD keine Freiräume bietet.

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