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Auf der Suche nach innerer Einkehr: Fotografische Wanderung auf sieben Wegen des Glaubens

Stille Andacht im Klosterhof: Ehe Sebastian Hesse in solch geruhsame Atmosphäre eintauchen konnte, hatte er freilich einige Aufregungen zu bestehen. Denn in die griechisch orthodoxe Mönchsrepublik Athos gelangt man nur als Pilger mit entsprechendem Passierschein. Der ist Wochen vorher zu beantragen; Frauen sind sowieso nicht erwünscht. Askese, Strenge, Abgeschiedenheit und Einfachheit wären dahin, wenn Athos zur Touristenattraktion würde.

Sebastian Hesse hat mit den Mönchen gebetet und gegessen. Und er kam mit anderen Pilgern ins Gespräch. Schon als ARD-Korrespondent in den USA hatte ihn verblüfft, wie lebendig Religion gerade dort noch ist. Sehnsucht nach spiritueller Orientierung, nach einer höheren Ebene des Seins - ob Menschen, die aufrichtig an etwas glauben, das größer ist als sie selbst, zufriedener mit ihrem Dasein sind? Die Frage beschäftigt ihn bis heute.

Für seinen Bild-Text-Band »Sieben Geschichten vom Glauben« ist der heutige Chefreporter des MDR rund um die Welt unterwegs gewesen. Er begleitete Druiden bei der Mistelernte, stieg auf den Heiligen Berg in Irland, mischte sich unter die Bußfertigen bei der Semana Santa, der Heiligen Woche in Spanien, ließ den Tanz der Derwische im Mevlana-Kloster in Istanbul auf sich wirken, begab sich auf die Spur des Sufismus in Indien, interessierte sich für den Buddhismus in China - und lässt uns an seiner Seite sein. I.G.

Sebastian Hesse: Sieben Geschichten vom Glauben. Nachwort Geseko von Lüpke. Mitteldeutscher Verlag, 144 S., geb., 24,95 €. Foto: Sebastian Hesse

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