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Der Chef der britischen »Financial Times« (FT), John Ridding, wurde Anfang August von seiner Belegschaft für sein Gehalt kritisiert: 2016 hatte Ridding nach Angaben der Wirtschaftszeitung 2,04 Millionen Pfund verdient. 2017 waren es 510 000 Pfund (571 000 Euro) mehr: Er kam auf ein Gehalt von 2,55 Millionen Pfund. »Absurd hoch«, wie die Belegschaft erklärte. Vor allem, da die Einkünfte Riddings mehr als die Hälfte des operativen Gewinns der »Financial Times« im vergangenen Jahr ausmachten - der rund vier Millionen Pfund betrug. In einer Mitteilung hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Blattes gefordert, dass Ridding den Teil seines Gehaltes zurückgeben solle, der dem Zuwachs von 2016 auf 2017 entspricht.

Nun erklärte der 53-jährige Ridding, er wolle 510 000 Pfund - nach Steuerabzug 230 000 Pfund - in die Entwicklung der Zeitung stecken. Es ist das Blatt, das auch ihn groß gemacht hat: Nach seinem Studium an der Universität in Oxford arbeitete er 20 Jahre lang als Journalist für die »FT« - als Korrespondent in Paris, Südkorea und Hongkong, ab 2003 als Redakteur und Herausgeber der »Financial Times Asia«. Und 2006 dann als Chefmanager.

Kurz danach folgten Entlassungen bei der Zeitung: 51 Arbeitsstellen wurden im Rahmen der Zusammenführung von Print und Online gestrichen. Nach Protest aus der Belegschaft verteidigte Ridding in einem Interview mit dem »Guardian« die Entlassungen: »Unsere Branche befindet sich eindeutig im Umbruch - Anpassungsfähigkeit ist von entscheidender Bedeutung.«

Die 230 000 Pfund, die er nun reinvestieren will, sollen einem Fonds zugute kommen, der Frauen in höhere Positionen bringen soll. Damit soll ausgeglichen werden, dass Journalistinnen noch immer schlechter bezahlt werden als Journalisten. Die Gewerkschaft der Journalist*innen bei der »FT« begrüßte zwar die Ankündigung ihres Chefs, forderte aber weitere Schritte: Ridding solle beispielsweise auf seinen Bonus für 2018 verzichten. Ob seine Anpassungsfähigkeit so weit geht, bleibt abzuwarten.

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