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Lückenfüller für das neue Schuljahr

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Der akute Lehrermangel erreicht in Berlin neue Dimensionen. Zwar gelang es nach Angaben von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), zum neuen Schuljahr die noch im Juni befürchtete Lücke von bis zu 600 offenen Stellen zu schließen. Allerdings haben nur gut ein Drittel der 2700 neuen Lehrkräfte ein klassisches Lehramtsstudium absolviert. Der weitaus größere Teil des Personals wechselt aus anderen Berufsfeldern in das Klassenzimmer.

Zum einen sind das wie in den Vorjahren Quereinsteiger, die ein Schulfach studiert, jedoch keine pädagogische Ausbildung haben. 738 wurden eingestellt, um in Mangelfächern wie Musik, Sport, den Naturwissenschaften zu unterrichten. Hinzu kommen - und diese Zahl ist bislang einmalig - 915 sogenannte Lehrkräfte ohne Lehrbefähigung (LovL), die meisten zunächst befristet. Auch sie können zumeist ein Studium vorweisen, aber nicht in einem Berliner Schulfach.

Scheeres sprach von »besonders großen Anstrengungen in diesem Jahr«, um Menschen für eine Lehrtätigkeit gewinnen und in dieser Größenordnung einstellen zu können. Auch die Quereinsteiger hätten viele Kompetenzen. Zudem habe eine ganze Reihe der LovL-Lehrkräfte bisher in Willkommensklassen für Flüchtlinge gelehrt, seien also bereits an den Schulen.

Die Opposition ließ angesichts der neuen Zahlen kein gutes Haar an der Senatorin. CDU-Fraktionschef Burkard Dregger forderte den Rücktritt von Scheeres. Sie sei auch für die Kita-Krise verantwortlich und nehme Kindern Bildungschancen. Die FDP nannte es »katastrophal«, dass an Berliner Schulen so wenig vollständig ausgebildete Lehrer vorhanden seien.

Scheeres verwies auf den bundesweiten Lehrermangel, in dessen Folge sich die Länder starke Konkurrenz machten. Als Konsequenz stockt die rot-rot-grüne Koalition die Kapazitäten bei der Lehrerausbildung an den Hochschulen massiv auf. Bis sich das aber in einer höheren Zahl von Absolventen niederschlägt, müssen andere Lösungen her.

So wurden zum neuen Schuljahr auch Pensionäre reaktiviert oder Studenten Halbjahres- oder Jahresverträge angeboten. 90 weitere Lehrer sollen in den kommenden Wochen noch eingestellt werden - als »Puffer« für krankheitsbedingte Ausfälle, und um Lücken an einzelnen Schulen zu schließen. dpa/nd

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