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Alexander Dubček (1921 - 1992)

  • Von Siegfried Prokop
  • Lesedauer: 1 Min.

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Mit Alexander Dubček kam 1968 in Prag ein junger Mann ans Ruder, er war erst 46 Jahre alt. Im In- und Ausland war er ein unbeschriebenes Blatt, nur in Moskau, da kannte man ihn. In der Sowjetunion hatte der Sohn eines Tischlers und überzeugten Kommunisten seine Kinder- und Jugendjahre verbracht. Nach 1956 hatte er in Moskau die Parteihochschule absolviert. Dubček war ein neuer Typ von Parteifunktionär. Der Schriftsteller Jiri Grusa erinnert sich: »Mit dem Slowaken Dubcek wurde nicht nur kein langweiliger Apparatschik zum Generalsekretär gewählt, sondern ein Star der beginnenden medialen Ära.« Er hatte zwar kein erkennbares Programm, aber einen neuen Führungsstil: Diskussion statt Befehl, kollektive Führung statt Ämterhäufung und Personenkult. Infolgedessen verloren viele kleine Novotnys in Partei und Staat ihre Pfründe. Antonín Novotny selber aber residierte zunächst weiter als Staatspräsident auf der Prager Burg. Und auch in der Parteispitze blieben die Machtverhältnisse im »Prager Frühling« im Grunde, wie sie waren. Dubček hatte letztlich nie eine sichere eigene Mehrheit im Lande. Und auch nicht in der Partei. Siegfried Prokop

Foto: dpa/DB

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