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Ausbeutung in der indonesischen Schuhproduktion

Neue Studie zeigt die miserablen Arbeitsbedingungen von Heimarbeitern

  • Lesedauer: 2 Min.

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Bonn. Das entwicklungspolitische Institut Südwind hat eine Stärkung der Rechte von Heimarbeitern in der indonesischen Lederschuhproduktion gefordert. Die Frauen und Männer, die häufig ohne Registrierung und Vertrag für die Bekleidungsindustrie arbeiteten, zählten zu den größten Verlieren der globalisierten Wirtschaft, erklärte das Institut am Freitag in Bonn bei der Veröffentlichung einer entsprechenden Studie. Sie arbeiteten unter prekären Bedingungen, würden schlecht bezahlt und seien auch nicht sozial abgesichert, stellten dabei aber einen Großteil der informellen Wirtschaft dar. Südwind verwies ausdrücklich darauf hin, dass auch Kinder Heimarbeit für die Schuhproduktion leisten.

2016 wurden in Indonesien laut Studie 1,1 Milliarden Paar Schuhe produziert. Das seien knapp fünf Prozent der globalen Produktion. Das südostasiatische Land liege damit weltweit an vierter Stelle nach China, Indien, und Vietnam.

Die Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter seien oft vielfältigen Arbeitsrechtsverletzungen ausgesetzt, sagte der Autor der Studie, Anton Pieper. Sie seien nicht versichert und arbeiteten zu Löhnen, die nur ein Bruchteil des lokalen Mindestlohns betrügen. Da sie jedoch nicht extra erfasst würden, sei nicht klar, wie viele der insgesamt 1,1 Millionen Beschäftigten in der indonesischen Schuh- und Lederindustrie Heimarbeit leisteten.

Südwind verlangte einen besseren Schutz der Heimarbeiter weltweit. Dazu sei es nötig, dass noch mehr Staaten das Überkommen zur Heimarbeit umsetzten, das von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verfasst wurde. Zudem sollten Heimarbeiter von den Unternehmen, die sie beschäftigen, formelle Arbeitsverträge erhalten und angemessen entlohnt werden, betonte Pieper. epd/nd

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