Erwachen in der DDR

Ein Dresdner Pflegeheim schickt Demenzkranke auf Zeitreise - aus medizinischen Gründen

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Zum Nachtisch gibt es in der DDR heute Ananas. Dabei ist weder Weihnachten noch ein Staatsfeiertag. Herr Klaus ist begeistert. Seine Mutter, berichtet er, habe guten Ananaskuchen gebacken. Allerdings, fügt er an, gab es die Südfrucht damals nur in Ringen, nicht in Stücken.

Herr Klaus sitzt gewissermaßen im Damals. Vor den Fenstern des Altenheims im Dresdner Stadtteil Pieschen fahren zwar moderne Autos vorbei. In einem Zimmer im Parterre aber ist die Zeit scheinbar zurückgespult. Im Regal stehen Spee und Vollbier aus dem VEB Getränkekombinat, auf den Tischen Salz- und Pfefferstreuer im grellen Orange der 70er Jahre, und an der Wand hängt ein Foto des Generalsekretärs. Nachdem die Seniorenresidenz »Alexa« das Zimmer eingerichtet hatte, staunte die Hamburger Wochenzeitung ZEIT: »Ein Altenheim baut den SED-Staat nach.«

Gunter Wolfram lacht und winkt ab. Er habe kein politisches System auferstehen lassen, sagt der Leiter des Hause...

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