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Söder macht's nur Offline

Sozialdemokraten sichern sich Webdomain, Twitter und Facebook-Account mit CSU-Wahlkampfmotto

  • Lesedauer: 2 Min.

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Auf einem Lieferwagen ist das erste Wahlplakat der Bayern SPD für die kommende Landtagswahl montiert. In Bayern wird am 14.Oktober ein neues Parlament gewählt.
Auf einem Lieferwagen ist das erste Wahlplakat der Bayern SPD für die kommende Landtagswahl montiert. In Bayern wird am 14.Oktober ein neues Parlament gewählt.

München. Die SPD hat auf das Versäumnis von Ministerpräsident Markus Söder und seines CSU-Wahlkampfteams reagiert und sich den Slogan »Söder macht's« im Internet gesichert. »Es gehört eigentlich zum digitalen Grundwissen, dass man sich das sichert«, sagte der Sprecher der bayerischen SPD, Ino Kohlmann, am Dienstag in München. »Wir waren erstaunt, dass bei der CSU handwerklich nicht so sauber gearbeitet wird.« Zuerst hatte der Branchendienst Meedia über die Panne berichtet.

Der Slogan »Söder macht's« steht in Großbuchstaben auf Plakaten, die den Ministerpräsidenten im Trachtengewand zeigen. Nur hatte die CSU offensichtlich vergessen, sich das Motto im Internet und in den sozialen Netzwerken zu sichern. Die SPD nutzte die Panne und wirft dem Ministerpräsidenten unter der Internet-Adresse »soeder-machts.de« nun unter anderem vor, 32.000 öffentliche Wohnungen an private Investoren verscherbelt und damit 80.000 Mieter im Regen stehen gelassen zu haben. An Söder gewandt meinte Kohlmann, wenn dieser »mit neuen Themen kommt und wir finden, dass man darauf reagieren muss, werden wir das über diese Seite tun«.

CSU-Generalsekretär Markus Blume warf der SPD vor, den Wählern dreiste Lügen aufzutischen. Die Verzweiflung müsse bei den Sozialdemokraten »schon ziemlich groß sein, wenn sie CSU-Slogans klauen muss«. Blume sprach von Klamauk, Fake-News und Schmutzkampagne. »Eine Opposition, die politischen Anstand plakatiert, aber als erste wahrnehmbare Wahlkampfaktion Falschmeldungen verbreitet, ist maximal unglaubwürdig«, sagte Blume. Am 14. Oktober sind die Menschen in Bayern aufgerufen eine neue Landesregierung zu wählen. dpa/nd

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