Die konservativen Flüchtlingshelfer

In Bayern hadern christliche Unterstützer von Asylbewerbern mit der Politik der CSU

  • Von Johannes Hartl
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Der Wind in Bayern weht rau nach rechts. Knapp zwei Monate vor der Landtagswahl ist die CSU mit desaströsen Umfrageergebnissen konfrontiert, die eine historische Niederlage für die Partei erwarten lassen. Nach den jüngsten Umfragen würden die Konservativen höchstens auf 38 Prozent der Stimmen kommen - auf weniger noch als im Jahr 2008, als die CSU mit 43,4 Prozent erstmals seit langer Zeit die absolute Mehrheit verloren hatte und mit der FDP eine Koalition bilden musste. Aus dieser desolaten Situation entspringt eine von Panik getriebene Politik, die vor allem um das Thema Asyl kreist. Es geht der CSU um eine Begrenzung der Migration, um Grenzkontrollen, um schnellere Abschiebungen - auch um mit dieser restriktiven Ausrichtung potenzielle Wähler der rechten AfD zur Umkehr zu bewegen.

Wie aber wirkt sich das auf die Realität der vielen Menschen aus, die sich als Asylhelfer engagieren, die trotz aller Wehklagen konservativer Politik...

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