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Trockener Rasen und feuchter Wald

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 3 Min.

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Wenn es in Brandenburg darum geht, kurzfristig Mittel freizumachen, um Lebensräume bedrohter Tierarten zu sichern, Feuchtgebiete zu erhalten oder Gewässer zu renaturieren, dann ist die Naturschutzstiftung gefragt. 1997 gegründet, hat sie Hunderte von Projekten unterstützt, die die landschaftliche und die Artenvielfalt des Landes prägen.

Im vergangenen Jahr hat die Stiftung Naturschutzfonds insgesamt 28 Projekte mit mehr als 2,7 Millionen Euro gefördert. Darüber informierte das Umweltministerium in einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung. Mit dem Fördermitteln konnten landesweit Naturschutzvorhaben im Gesamtumfang rund 3,8 Millionen Euro begonnen beziehungsweise weitergeführt werden. »Das Geld dafür kommt vor allem aus Ersatzzahlungen der Eingriffsregelung, aber auch Zweckerträgen der Lotterie Glücksspirale sowie Geldauflagen«, so das Ministerium. Die sogenannte Eingriffsregelung legt Art und Umfang von Ausgleichsleistungen fest, wenn etwa durch Baumaßnahmen Natur und Landschaft erheblich beeinträchtigt werden.

Bei der Vorstellung der Jahresbilanz würdigte die Vorsitzende des Stiftungsrates, Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde, die enge Zusammenarbeit der Landesstiftung mit den Partnern vor Ort. Sie bilde die Basis »für effiziente Naturschutzarbeit«.

Beispielhaft für den Artenschutz steht aus Sicht der Stiftung die Stadt Biesenthal (Barnim), die eine leerstehende, 700 Quadratmeter große Halle auf einem früheren sowjetischen Kasernengelände zum Überwinterungsquartier für Fledermäuse umbauen. Stiftungsmittel bekam auch der Wasser- und Bodenverband »Uckermark-Havel«, um bei Fürstenberg/Havel auf einer Ackerfläche Hecken mit einer Gesamtlänge von 600 Metern zu pflanzen. Die Sträucher und Bäume - Wildrosen, Weißdorn, Vogelkirsche, Feld-Ahorn, Pfaffenhütchen und andere in der Region heimische Pflanzenarten - sollen künftig vielen Tierarten Nahrung und Deckung bieten. Das uckermärkische Schwedt hat zwei Teiche im historischen Park Monplaisir ausbaggern und den zu üppigen Pflanzenbewuchs reduzieren lassen. Dank dieser durch die Stiftung geförderten Maßnahmen wurde die Verlandung dieser traditionellen Laichplätze des Moorfroschs gestoppt.

»In ihren beiden größten Naturschutzprojekten nutzt die Landesstiftung europäische Fördermittel, um die Artenfülle spezieller, gefährdeter Lebensräume zu sichern, für die Brandenburg eine besondere Verantwortung innerhalb Deutschlands und Europas trägt«, erklärte das Ministerium. Noch zum Sommer 2019 laufe zum Beispiel das EU-Projekt »Sandrasen im Dahme-Seengebiet«. In seinem Rahmen wurden zuletzt um Storkow (Oder-Spree) und Groß Köris (Dahme-Spreewald) Trockenlebensräume gesichert, die vielerorts bereits verschwunden sind. Davon profitieren zahlreiche seltene Pflanzen wie das Ohrlöffel-Leimkraut oder die Graue Skabiose, die wiederum zahlreiche Insekten anlocken. Das zweite große Stiftungsprojekt richtete sich 2017 auf den Erhalt von Auen- und Moorwäldern entlang der Stepenitz (Prignitz) und des Rheinsberger Rhins (Ostprignitz-Ruppin). Begonnen wurden die Planungen, um an Dahme, Rheinsberger Rhin und Stepenitz Altarme wieder anzuschließen und Flutrinnen zu öffnen.

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