Werbung

Verloren im Nichts

Ein Jahr nach der Vertreibung der Rohingya aus Myanmar fehlen Lösungen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Bis heute stockt die Aufarbeitung der Vertreibung der 700 000 Rohingya aus Myanmar. Ende dieser Woche jähren sich die brutalen Angriffe auf die muslimische Minderheit im mehrheitlich buddhistischen Land, die zu der massenhaften Flucht nach Bangladesch führten und die internationale Aufmerksamkeit kurzzeitig auf die südostasiatischen Länder richteten. In den kommenden Wochen stehen Veröffentlichungen einer Reihe von Untersuchungsberichten an. Dabei fürchten sich die Regierung und das Militär besonders vor der Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, rechtliche Untersuchungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzuleiten. Um diese zu verhindern, setzten sie Ende Juli selbst eine Untersuchungskommission ein. Diese wird allerdings harsch kritisiert.

Den betroffenen Rohingya hilft das erst einmal nicht. Zwar gab es Anfang Juni Gespräche zwischen den Vereinten Nationen und Myanmar, bei denen eine vage Erklärung entstand, wonach Myanmar unter bestimmten Bedingungen bereit sei, Flüchtlinge zurücknehmen. Nur wollen die nicht zurück, auch wenn das bedeutet, unter schrecklichen Bedingungen in den Flüchtlingslagern in Bangladesch ausharren zu müssen. Philipp Hedemann besuchte das Lager in Kutupalong, das völlig überfüllt den Boden für Gewalt bereitet und - vom Monsun getroffen - die Bewohner unter Schlammlawinen zu begraben droht. Dort sprach er auch mit der 60-jährigen Sahara Khatun, die auf der Flucht einen Sohn verlor. Für sie ist eine Rückkehr nach Myanmar ausgeschlossen. »Ich bin eine alte Frau. Ich habe mein ganzes Leben lang unter der Gewalt in Myanmar gelitten. Ich glaube ihnen kein Wort. Sie lügen. Sie wollen uns ausrotten. Ich sterbe lieber in diesem Lager, als zurückzugehen.« ais Seiten 2 und 3

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Das Blättchen Heft 20/18