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Waldbrand bei Berlin

400 Hektar Fläche betroffen / 600 Menschen wurden evakuiert / Rauch im auch im Stadtgebiet der Hauptstadt

  • Lesedauer: 2 Min.

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Rauchwolken steigen zwischen Frohnsdorf und Klausdorf (Brandenburg) auf. Das Bild wurde in Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg aufgenommen, ca. 60 km entfernt. Ein Feuer hat sich im Südwesten Brandenburgs auf einer großen Waldfläche ausgebreitet. Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen den Waldbrand südwestlich von Berlin. Die Behörden ließen mehrere Dörfer räumen.
Rauchwolken steigen zwischen Frohnsdorf und Klausdorf (Brandenburg) auf. Das Bild wurde in Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg aufgenommen, ca. 60 km entfernt. Ein Feuer hat sich im Südwesten Brandenburgs auf einer großen Waldfläche ausgebreitet. Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen den Waldbrand südwestlich von Berlin. Die Behörden ließen mehrere Dörfer räumen.

Berlin. Ein in Brandenburg wütender großer Waldbrand hat sich in der Nacht zum Freitag weiter ausgebreitet: Der Rauch zog am frühen Morgen auch nach Potsdam und Berlin, wie die Feuerwehr in beiden Städten mitteilte. Am Abend waren bereits drei Dörfer in Brandenburg evakuiert worden - rund 600 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Der Brand wütet in einem Gebiet südwestlich von Berlin. Betroffen sind Gegenden der Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming. Die Orte Tiefenbrunnen, Klausdorf und Frohnsdorf in Potsdam-Mittelmark wurden am Donnerstagabend evakuiert. Die Betroffenen wurden aufgefordert, nur das Wichtigste wie Dokumente und Medikamente mitzunehmen und sich über alle verfügbaren Medien auf dem Laufenden zu halten.

Die Stadt Treuenbrietzen warnte zudem, auch in weiter entfernten Bereichen könne es zu Ascheniederschlag und Rauchentwicklung kommen. Mehrere hundert Feuerwehrleute sind im Einsatz gegen die Flammen.

Am Donnerstagabend hatte sich der Brand bereits über eine Fläche von 300 Hektar ausgebreitet und war teilweise nur hundert Meter von drei Dörfern entfernt. In der Nacht zum Freitag brannten bereits rund 400 Hektar Land, wie der RBB unter Berufung auf den Bürgermeister von Treuenbrietzen, Michael Knape, berichtete.

Der RBB zitierte den Waldbrand-Beauftragten des Landes Brandenburg, Raimund Engel, wonach die Lage »dramatisch« sei. Die Löscharbeiten würden erschwert, da sich das Feuer im Grenzgebiet der beiden Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming ausgebreitet habe - einem munitionsbelasteten Gebiet. Demzufolge gab es bereits Explosionen.

Knape sagte dem RBB später, Klausdorf habe inzwischen vor dem Feuer gesichert werden können. Die Einsatzkräfte bemühten sich demnach derzeit verstärkt darum, Frohnsdorf vor den Flammen zu schützen. Ein Feuerwehrmann habe wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden müssen.

Der Rauch zog in der Nacht weiter nach Potsdam und Berlin. In der Hauptstadt war das gesamte Stadtgebiet von Rauchgeruch betroffen, wie die Feuerwehr im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. In Berlin gingen demnach zahlreiche Notrufe ein. In beiden Städten rief die Feuerwehr die Menschen auf, Fenster und Türen zu schließen und Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. AFP/nd

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