Werbung

Die Gretchenfrage

Bildungsrauschen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wenn sich demnächst angehende Studierende für das Wintersemester einschreiben wollen, fragen sich viele, ob sie an der Fachhochschule (FH) oder Universität studieren sollen. Sie suchen dabei auch Antworten auf die Frage, worin denn wirklich der Unterschied zwischen einer FH und einer Universität besteht. Oder die nach dem Wert der Abschlüsse. Antworten finden sich u.a. auf studis-online.de.

Auch zeit.de beantwortet diese Fragen regelmäßig. Auf der Webseite der Wochenzeitung erfährt man, dass die Uni die Möglichkeit zur Promotion bietet, ein größeres Fächerangebot hat und grundsätzlich wissenschaftlich ausgerichtet ist, während die FH mit der Praxisnähe und Überschaubarkeit punkten kann. Das sieht SEPPD, einer der Kommentatoren, anders. Die »Gleichschaltung durch Bologna« habe dazu geführt, dass neue FH-Professoren »fast den gleichen Anforderungen« ausgesetzt seien wie Uni-Professoren. Im Ergebnis gehen »praxiserfahrene Dozenten verloren«.

Doch zurück zu studis-online.de, wo Cautic aus eigener Erfahrung berichtet. Er wechselte nach dem dritten Semester von der FH zur Uni, weil ihm die Überschaubarkeit zu »familiär« wurde. Man konnte sich nicht aus dem Weg gehen. Auch das Lernen erschien ihm zu »stupide«, wollte er doch mehr »hinterfragen«. Nicht zuletzt seien es »mangelnde Wahlmöglichkeiten« gewesen, die ihn zum Wechsel bewogen hätten. Auch wenn das Studium an der Uni ihn »viel glücklicher« mache, gebe es dort Probleme. So könne der wissenschaftlichere Zugriff und die Selbstorganisation eine »Überforderung« bedeuten. Während es an der FH »feste Prüfungszeiten« gebe, würden die Prüfungen an der Uni »chaotischer« verlaufen. Oder die gewünschten Veranstaltungen seien »überlaufen«.

Auch komm-mach-mint.de beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen FH und Uni. Im Allgemeinen seien die Unterschiede nicht groß, dennoch gebe es im Konkreten teils große Differenzen. So zeige der Studienqualitätsmonitor des Hochschul-Informations-Systems (HIS), dass »besonders Uni-Studierende unter überfüllten Hörsälen leiden«. Und die soziale Schere sei an der Uni größer als an der FH. Laut Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks neigen Studierende aus Arbeiterfamilien eher zur FH. »Höhere soziale Gruppen wählen eher Physik, Astronomie oder Musik«, wird festgestellt. Zwar gelte das Credit-Point-System für beide Hochschulformen, doch sei das Lernen an der Uni »anders«, wie ein angehender Elektrotechniker sagt. Er habe seinen Bachelor in Mechatronik an der FH gemacht, wo er klare Vorgaben und Unterstützung bekommen habe. Jetzt, beim Master an der Uni, seien die »Vorlesungen oft schwammig und haben auch gerne mal nichts mit den Übungen oder Klausuren zu tun«.

In Bezug auf Karrierechancen haben FH-Absolventen gute Karten, stellen Unternehmen sie doch gerne ein. Das mag an dem geringeren Gehalt liegen, das sich auch nach Jahren kaum an das der Universitätsabsolventen angleicht. In puncto Internationalisierung haben die FHs mittlerweile nachgezogen. Beispielsweise biete die HAW Magdeburg-Stendal nicht nur verschiedene internationale Studiengänge an, sondern errichtet auch die »German Jordanian University« in Amman nach dem Muster deutscher Fachhochschulen. Lena Tietgen

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen