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Neue Namen in Dresden

Dynamo diskutiert über Trainer und Stadion

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: 2 Min.

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Schnell ging es. Und schnell soll es gehen. Nachdem sich Dynamo Dresden am Mittwoch schon nach zwei Spieltagen von seinem Trainer Uwe Neuhaus getrennt hat, soll alsbald ein Nachfolger gefunden werden. Am Sonntag, so viel steht fest, wird Cristian Fiel das Team als Interimstrainer in die Zweitliga-Partie gegen Heidenheim führen. Aber der 38-Jährige, von 2010 bis 2015 Spieler im schwarz-gelben Trikot und danach Nachwuchscoach im Verein, soll nur eine Übergangslösung sein.

Im Guten wurde Uwe Neuhaus nicht verabschiedet. «Nach zwei Spieltagen mit Platz neun kann man nicht davon sprechen, dass Ziele verfehlt wurden», kommentierte Berater Markus Buchberger die Entlassung seines Klienten. Will Dynamo vielleicht wieder mal zu schnell zu viel? Nach der Wende trugen mehr als 30 Trainer Verantwortung für Dresdner Mannschaften. Mit seiner dreijährigen Amtszeit ist Uwe Neuhaus nach Christoph Franke der seit 1990 am längsten beschäftigte Dynamo-Coach. Er hat in Dresden ja auch viel erreicht: ein Aufstieg und zwei Mal den Klassenerhalt in Liga zwei.

Die Erfolge von Neuhaus schätzt Ralf Minge. Dennoch sei Dynamos Sportgeschäftsführer überzeugt, «dass wir jetzt eine Veränderung benötigen, um den eingeschlagenen Weg in dieser Saison und darüber hinaus erfolgreich fortzusetzen.» Nach einem Sieg und einer Niederlage steht die SGD da, wo man sie erwartet - im Mittelfeld der zweiten Liga. Minge erwartet wohl mehr, obwohl er selbst betont, dass sich der Klub unter Neuhaus dort «trotz der hohen Konkurrenz zwei Mal behauptet» hat. Intern wurde jedenfalls schon zum Ende der vergangenen Saison über Neuhaus diskutiert, als der Klassenerhalt rechnerisch erst am letzten Spieltag gesichert wurde. Nun soll das Pokalaus beim ostwestfälischen Viertligisten Rödinghausen den Ausschlag gegeben haben.

«Ich dachte, der Ralf ist vernünftiger», kommentierte in einem Onlineforum ein Dresdner Fan die Entlassung: «Die Leute kapieren einfach nicht, dass ständige Trainerwechsel auf lange Sicht völlig ineffektiv sind.» Der neue Trainer muss auf jeden Fall mit dem von Neuhaus zusammengestellten Kader arbeiten.

Entscheidend mitreden dürfen die Fans in der Stadionfrage. Die Namensrechte gehören ab September zwei regionalen Unternehmen, die aber auf ihre Nennung verzichten. Deshalb darf auf der Seite www.unser-stadionname.de abgestimmt werden. Die Auswahl - «Dynamo-Stadion» und «Rudolf-Harbig-Stadion» - wird bereits heiß diskutiert. Weil «Harbig Mitglied der NSDAP und der SA war», solle der Name abgelehnt werden, meint ein Fan. Ein anderer schlägt vor: «Nennt es doch einfach so, wie es schon immer (von den Dresdnern) ausnahmslos genannt wird: »Dynamo-Stadion«.

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