Werbung

Amnesty fordert Verbot von Killerrobotern

Menschenrechtler: Entscheidungen über Tod und Leben dürfen nicht Maschinen überlassen werden

  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

London. Unmittelbar vor einer neuen UN-Verhandlungsrunde zu autonomen Waffensystemen hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ein Verbot von Killerrobotern gefordert. Entscheidungen über Tod und Leben dürften nicht Maschinen überlassen werden, erklärte Amnesty in der Nacht zu Montag in einer Mitteilung. »Killerroboter sind nicht mehr Stoff nur von Science-Fiction«, sagte Amnesty-Mitarbeiterin Rasha Abdul Rahim. Bei Drohnen und automatischen Gewehren, die ihre eigenen Ziele auswählen könnten, habe der technologische Fortschritt bereits das Völkerrecht überholt.

»Wir bewegen uns in eine Zukunft, in der Menschen aus den Entscheidungsprozessen beim Einsatz von Gewalt ausgelöscht sein könnten«, sagte Rahim. Ein Kurswechsel sei aber noch nicht zu spät. Ein Verbot vollautomatischer Waffensysteme könnte Schreckensszenarien verhindern.

Ab Montag stehen bei der UN-Verhandlungsrunde in Genf die Gefahren durch nicht mehr von Menschenhand gesteuerte Waffen im Mittelpunkt. Zahlreiche Staaten wollen sogenannte Killerroboter verbieten. Länder, die solche Waffen entwickeln, wollen den technischen Fortschritt aber nicht behindern und streiten deshalb bislang etwa über eine klare Definition, um welche Waffensysteme es überhaupt genau gehen soll.

An den Verhandlungen nehmen mehr als 75 Länder teil, darunter Deutschland. Autonome Waffen lernen mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbst, welche Ziele sie ansteuern, zerstören oder töten. Sie werden noch nicht eingesetzt, sind technisch aber bereits möglich. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken