Die Arbeit der Zeit

Zu seinem 15. Todestag ist die erste Biographie des Dichters Peter Hacks erschienen

  • Von Felix Bartels
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Äußerste Quellenarbeit: Der elfjährige Peter Hacks 1939 in Breslau, neben ihm seine Kusinen Annemarie (5), Renate (4) und sein Vetter Wolfgang Hacks (3)

Das Lieblingswort der Hacks-Forschung ist »Desiderat«. Es wird auf Fehlendes hingewiesen. Vor 15 Jahren noch - nach dem Tod des Dichters am 28. August 2003 - fehlte so gut wie alles: ein organisierter Betrieb, kommentierte Editionen, etablierte Periodika, Bibliografien, Medien-Verzeichnisse, Sammelbände mit Detailstudien. Selbst an Monografien gab es, Peter Schützes instruktive Studie von 1976 ausgenommen, nichts von Bedeutung. Auch die Hand voll tatsächlich interessanter Aufsätze, in denen damals schon die Analyse des Werks geleistet wurde, schufen keinen Grund, auf dem man stehen konnte.

Das sollte im Kopf behalten, wer nach der Bedeutung der Biografie fragt, die Ronald Weber jetzt zum 15. Todestag von Peter Hacks vorlegt. In diesen anderthalb Jahrzehnten sind die meisten der erwähnten Lücken geschlossen worden. Eine umfassende, detaillierte und lesbare Biografie schließt nun die letzte davon.

Es ist klar, dass Theorie und ...

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Das Blättchen Heft 19/18
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