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Hammerschlag in Alt-Mahlsdorf

In Marzahn wird das erste Bauvorhaben der rot-rot-grünen Schulbauoffensive realisiert

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: 3 Min.

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Mit einem symbolischen ersten Hammerschlag wurde am Montag der Grundstein für den Neubau der »Integrierten Sekundarschule Mahlsdorf« gelegt. An der feierlichen Zeremonie auf der Baustelle des geplanten Schulgebäudes in Alt-Mahlsdorf nahmen neben der Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, Dagmar Pohle, auch Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (beide LINKE), Bildungssenatorin Sandra Scheeres, und Finanzsenator Matthias Kollatz (beide SPD) teil. Der Neubau ist das berlinweit erste Bauvorhaben, das im Rahmen der Schulbauoffensive des rot-rot-grünen Senats realisiert wird.

»Ich freue mich sehr, dass wir im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gemeinsam den Grundstein für das erste Vorhaben der Berliner Schulbauoffensive legen konnten«, sagte Lompscher. Sogar von einem »historischen Tag« für Berlin sprach die Stadtentwicklungssenatorin.

Der Neubau der »Integrierten Sekundarschule Mahlsdorf« wird von Lompschers Senatsverwaltung in Amtshilfe für den Bezirk errichtet. Die neue Schule soll Platz für 550 Schülerinnen und Schüler bieten und über eine vierzügige Sekundarstufe I (siebte bis zehnte Klasse) sowie eine zweizügige Sekundarstufe II (elfte bis dreizehnte Klasse) verfügen. Bereits ab dem Schuljahr 2019/2020 soll hier unterrichtet werden. Für den Sportunterricht wird auf dem Grundstück eine Sporthalle gebaut. Diese soll in Zukunft auch Sportvereinen zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten für den Bau der Gebäude und Außenanlagen belaufen sich auf rund 34,8 Millionen Euro. Als Modellvorhaben gehört die Schule zu den drei Schulneubauten, die in der Hauptstadt erstmalig in Holzmodulbauweise errichtet werden.

»Dank der innovativen Holzbauweise und der deutlich beschleunigten Verfahren reduziert sich die Bauzeit gegenüber einem konventionellen Bau um die Hälfte«, frohlockte Lompscher. Bildungssenatorin Scheeres sprach von einem Raumkonzept, das neuen Umweltstandards gerecht werde und »das für zeitgemäße pädagogische Konzepte steht«. Die Grundsteinlegung in Mahlsdorf zeige, dass Rot-Rot-Grün sein Versprechen, schnell neue Schulen für die wachsenden Schülerzahlen zu bauen, auch einhalte. »Die neuen Schulen werden das Stadtbild und den Schulalltag vieler Schülerinnen und Schüler über Jahrzehnte hinweg prägen«, sagte Scheeres.

Mit seiner Schulbauoffensive will der Senat bis zum Jahr 2026 rund 5,5 Milliarden Euro in die Sanierung und den Neubau von Schulen investieren. Dabei sollen mehr als 60 Schulen neu entstehen und Hunderte saniert, um- und ausgebaut werden. Kleinere Instandhaltungsmaßnahmen mit einem Volumen von jeweils bis zu 5,5 Millionen Euro sollen in der Verantwortung der Bezirke zügig umgesetzt werden. Alle größeren Maßnahmen ab 5,5 Millionen werden von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Amtshilfe für die Bezirke durchgeführt. Konkret umgesetzt werden diese Vorhaben dann von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE. In diesen Fällen sollen die Mietverträge so angelegt werden, dass die Schulgebäude nach 20 bis 30 Jahren automatisch wieder an die Bezirksämter übergeben werden müssen.

Die von den Bezirken für die Gebäude zu zahlende Miete wird eine Kostenmiete sein, wie der Senat mitteilte. Diese Miete setzt sich aus dem erforderlichen Kapital, also Zins und Tilgung, sowie dem Erbbauzins zusammen. Wie hoch die Mieten für die Bezirke in den einzelnen Fällen sein werden, kann erst nach Abschluss der Bauarbeiten gesagt werden. Mit dem Planungsmodell will es der Senat möglich machen, trotz der ab 2020 geltenden Schuldenbremse legal Kredite für den Schulbau aufzunehmen.

Nach jetzigem Stand übernimmt der Senat 38 Neubauschulen sowie zehn Großsanierungsmaßnahmen über zehn Millionen Euro und 21 Sanierungsmaßnahmen zwischen 5.5 und zehn Millionen Euro.

»Die Schulbauoffensive ist das größte Investitionsvorhaben der laufenden Legislaturperiode«, sagte Finanzsenator Kollatz. Nach schmerzhaften Jahren der Finanzkonsolidierung habe Berlin endlich den Turnaround geschafft und sich somit neue Gestaltungsspielräume erarbeitet. Angesichts der wachsenden Stadt seien Investitionen in die Infrastruktur auch dringend notwendig. »Sollte die Bevölkerungszahl schneller steigen als prognostiziert, müssten wir reagieren und das Schulbauprogramm entsprechend anpassen«, sagte der Finanzsenator.

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