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Liebesgrüße aus Mostrich

Was kann man von einem Buch erwarten, das die Stadt Mostrich im Titel trägt? Nichts. Aber vielleicht ist das der Vorteil, denn wer nichts zu erwarten hat, kann zumindest nicht enttäuscht werden. Zumindest hofft man das.

Meikel Neid heißt der Autor, der 1983 im Prenzlauer Berg geboren wurde, also lange bevor die Schwaben die Mauer einrannten und den Stadtteil zur Stuttgarter Exklave erklärten. Für ihn ging es laut eigenen Angaben seitdem stetig bergab, in diesem Sinne war es fast logisch, dass er sich für eine Karriere als Kleinkünstler entschied und fortan nicht nur den Prenzlauer Berg hinab, sondern auch von Bühne zu Bühne hangelte.

Im Roman finden sich Episoden aus gescheiterten Lebensentwürfen, Geschichten über Bier und Bockwürste. Zumindest in der Vorschau taucht Mostrich nicht auf, aber wo steht das Gesetz, der Titel müsse mit dem Inhalt übereinstimmen? Vielleicht finde ich es bei der anstehenden Buchpremiere raus, inklusive eines »intergalaktischen Entertainers« namens Ivo Lotion, der den Abend musikalisch begleiten soll. Wenn das nicht der neue Stern am Kabaretthimmel wird, wer dann? lwi Foto: imago/Lem

»Liebesgrüße aus Mostrich« von Meikel Neid, am 1. September um 20 Uhr, Warte an der Marienburg, Marienburger Straße 16, Prenzlauer Berg, weitere Infos unter: www.meikelneid.de

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