Baumhaus statt Hausbesetzung

Mit ihrem Wohnexperiment vier Meter über dem Erdboden will die Freiburger Studentin Lili Bauer gegen hohe Mieten in den Universitätsstädten protestieren.

  • Von Ralf Schick
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Die Äste knarren über ihrem Minidomizil hoch oben in den Baumwipfeln. »Hast du Höhenangst?«, fragt Lili Bauer, bevor wir die vier Meter hohe Leiter zu ihrer Unterkunft besteigen. Wer die 22-jährige Studentin in ihrer Unterkunft auf einem Privatgrundstück am Waldesrand in Freiburg besuchen will, muss erstmal senkrecht zahlreiche Sprossen der Baumleiter überwinden. Die wiederum ist oben an einem dicken Ast und an einem Holzplateau mit einem Seil festgezurrt. Im April hat Lili Bauer ihr Schlafgemach bezogen und fühlt sich seither pudelwohl.

Über die lokalen Medien hatte sie einen Aufruf gestartet und einen passenden Baum gesucht. Zuvor hatte sie in einer Wohngemeinschaft gewohnt und 350 Euro Miete bezahlt. Der Vermieter wollte sein Haus sanieren und die Wohngemeinschaft befürchtete, dass sie erst ausziehen und danach eventuell höhere Mieten zahlen müssten. »Da dachte ich mir, jetzt reicht es«, sagt Lili, und machte sich auf die Suche...


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