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Extrem verzockt, klug kalkuliert

Denkspiel mit Mike Mlynar

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Fotos: imago/westend61; imago/Danita Delimont
Fotos: imago/westend61; imago/Danita Delimont

Extrem verzockt, klug kalkuliert

Extreme lockten die Menschheit, zumindest ihre Pioniere, schon immer. So wird die Erde in jeder Hinsicht aufs Genaueste vermessen, der atomare Mikrokosmos ausgeleuchtet, werden die Fenster zum All aufgestoßen. Ohne ein bisschen Wagemut und Verrücktheit also nichts Neues, was man dann gemeinhin Fortschritt nennt.

Diese Urleidenschaft zu Extremen hat die Moderne insgesamt befallen. Exemplarisch dafür war u. a. die Erfindung der so genannten Olympischen Spiele der Neuzeit. »Citius - altius - fortius« lautet ihre programmatische Devise. Dieses »schneller - höher - stärker (auch: weiter)« war geradezu prophetisch für die letzten elf Jahrzehnte. Längst schwebt es über dem aktuellen Turboimperialismus: höchste Renditen und tiefste Sozialklüfte, schnellste Wechsel aller Trends und subtilster bis blutigster Antihumanismus.

Mit besagtem Credo hat sich die Menschheit also extrem verzockt. Doch sein Liebreiz scheint immer noch stärker zu sein als alle Alarmsignale. Denn die Eskalationsstufen bis zum bitteren Ende zu durchdenken ist schweißtreibend. Zwar ist Denken allen erlaubt, aber die meisten ersparen es sich und hocken da wie die drei fernöstlichen Affen.

In Mathematik und Naturwissenschaft ist - zumindest bis zu einem gewissen Niveau - meist alles einfacher. Es gibt eine klare Logikkante und jede Menge eindeutige Definitionen. So lässt sich z. B. recht gut ausrechnen, was einem begegnet, wenn man fliegt oder taucht. Und zumindest auch erahnen, was passiert, wenn man in praxi gedankenlos in Extreme vorstoßen würde.

Etwas leichter: Wenn der Radius eines kugelförmigen Ballons beim Höhersteigen an einem bestimmten Punkt um 10 Prozent zugenommen hat, um wie viel Prozent sind dann sein Oberflächeninhalt und Volumen gewachsen?

Etwas schwerer: Die normale Lichtintensität verringert sich im Wasser pro Tiefenmeter um 8 Prozent. Wie viel Prozent der Überwasserlichtintensität gibt es in vier Meter Tiefe, und in welcher Wassertiefe ist sie auf 50 Prozent gesunken?

Antworten an spielplatz@nd-online.de oder per Post (Kennwort »Denkspiel/ Spielplatzseite«). Einsendeschluss: Mittwoch, 5. September. Absender nicht vergessen, denn wir verlosen zwei Buchpreise separat für die richtigen Antworten auf beide Fragen. Auch Einzeleinsendungen sind möglich.

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