Werbung

Probleme um den Tschadsee sind komplex

Martin Ling über die Krisenregion in Westafrika

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein Fischer und sein Sohn staken auf dem Tschadsee bei Baga Sola (Tschad) mit einer Pirogge.
Ein Fischer und sein Sohn staken auf dem Tschadsee bei Baga Sola (Tschad) mit einer Pirogge.

Die Tschadsee-Konferenz ist eine begrüßenswerte Initiative der deutschen Bundesregierung. Zum zweiten Mal kommen neben den Anrainerstaaten Kamerun, Tschad, Niger und Nigeria Vertreter aus Deutschland, Norwegen sowie den Vereinten Nationen zusammen, um Gelder einzuwerben - vergangenes Jahr waren es 672 Millionen US-Dollar - und Lösungen zu diskutieren.

In der Tschadsee-Region bündeln sich globale Probleme wie auf einem Brennglas: Terrorismus, Armut und Klimawandel. Deswegen ist über Geldfragen zu diskutieren, am Montag und Dienstag das eine, das andere ist es, Weichen für einen Strukturwandel zu stellen. Verkürzt wäre es, die katastrophale Lage nur auf das Wüten der Terrormiliz Boko Haram zurückzuführen. Boko Haram, was hierzulande wenig bekannt ist, war Anfang des Jahrtausends zunächst als Protestbewegung gegen Korruption und Machtmissbrauch in Nigerias Nordosten entstanden und radikalisierte sich erst, nachdem ihr Gründer vom nigerianischen Militär verhaftet und getötet wurde - nebst vielen seiner Anhänger.

Es war die Abwesenheit eines funktionierenden Staates, der sich um die Basisdienstleistungen für die Bevölkerung kümmert, die Boko Haram auf den Plan rief. Der schwache Staat ist eines der Kardinalprobleme in der vernachlässigten armen Region. Hinzu kommt die Gewalt von Boko Haram und der Militärs. Und zu schlechter Letzt der Klimawandel, der die natürlichen Ressourcen des Tschadsees gefährdet. Diese komplexen Probleme sind schwer lösbar - gelingt es, könnte die Region Modellcharakter bekommen. In Sicht ist das nicht.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen