Werbung

Autoverkehr reduzieren!

Nicolas Šustr will mehr Herzblut für die Verkehrswende

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Autoabgase: Autoverkehr reduzieren!

Emotionen weckt Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) hauptsächlich bei der Opposition. »Anti-Autosenatorin« nennt CDU-Verkehrspolitiker Oliver Friederici sie mal wieder wegen der Ausweitung von Tempo 30 auf Hauptstraßen. Immerhin in einem Punkt hat er fast recht: dass diese Maßnahmen nur sehr wenig zur Luftverbesserung beitragen werden.

Was bei der ganzen Debatte komplett jedoch unter den Tisch fällt, sind die vielen weiteren Vorteile reduzierten Tempos: weniger Lärm, weniger Unfälle, mehr Lebensqualität für Bewohner und Besucher der Stadt. Stattdessen werden in aller Ausführlichkeit technische Debatten geführt, ob die Autofahrer nun den zweiten Gang für Tempo 30 nutzen und so der Motor nicht im optimalen Drehzahlbereich läuft.

Das liegt nicht nur, aber auch, an der verdrucksten Art, mit der sich Günther öffentlich dem Thema Verkehrswende widmet. Bloß nicht wegfallende Parkplätze und Autospuren zu laut thematisieren, es droht ja der Volkszorn, scheint das Motto zu sein.

Es muss das Ziel sein, den Autoverkehr radikal zu reduzieren. Auch Elektroautos sind wahre Flächenfresser - nicht nur, wenn sie fahren, auch wenn sie stehen. Außerdem ist diese Form des Individualverkehrs ein Riesen-Ressourcenfresser. Das müsste die zuständige Senatorin viel klarer und vor allem viel emotionaler darlegen.

Denn eines zeigt sich deutlich: Die inszenierte Aufregung der Opposition wird nicht geringer, wenn die Verkehrsverwaltung Zurückhaltung zeigt. Die Enttäuschung der eigenen Wähler wird jedoch um so größer.

Aus dem nd-Shop
Kalender 2019 mit Monatsübersicht
Monatsübersicht auf einer Doppelseite Mit Aufschrift: “neues deutschland 2019 Sozialistische Tageszeitung"
1.50 €

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen