»Wir haben Pogrome kommen sehen«

Rechtsradikale Gruppen machen in der Ukraine Jagd auf Roma und vertreiben sie aus ihren Lagern

  • Von Denis Trubetskoy, Kiew
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.
Das Roma-Lager am Stadtrand von Lwiw zwei Tage nach dem Überfall durch rechtsradikale Gruppen

Wenn man den 47-jährigen Familienvater Gudlo Baltschewitsch am Stadtrand von Kiew trifft, spürt man von der ersten Sekunde an seine Besorgnis. »Wir Roma waren hier in der Ukraine nie besonders beliebt. Wenn einer von uns ein Verbrechen begeht, dann wird daraus meist gleich ein Riesenthema. Das ist unfair«, erzählt er. Genau wie seine Frau arbeitet er in einem kleinen Lebensmittelgeschäft. Viel Geld verdienen sie damit nicht, dennoch können sie durch zusätzliche Nebenjobs und kleinere Verdienstmöglichkeiten ihre beiden knapp über zehn Jahre alten Kinder halbwegs ernähren. Anders als viele andere Roma sprechen sie gut Russisch. Auch auf Ukrainisch können sie sich ordentlich verständigen - das half der Familie Baltschewitsch, überhaupt an eine Arbeit zu kommen.

»Ich bin bis heute überrascht, dass wir nicht nur als bloße Reinigungskräfte arbeiten«, erzählt Gudlo weiter. »Man ist uns gegenüber generell sehr misstrauisch, weil wir angeb...

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