Werbung

Ein Stück Frankreich im Norden Brandenburgs

Zum Tag des offenen Denkmals in die Uckermark - beispielsweise zum »Hugenottenhaus« in Hammelspring

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mit ihrem Schwerpunktthema »Entdecken, was uns verbindet« will die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an die europäischen Gestaltungseinflüsse auf das Bauen in Deutschlands erinnern. Der Landkreis Uckermark wird den Tag des offenen Denkmals am 9. September um 10 Uhr vor der Kirche von Landin eröffnen. Mit dem englischen Garten und dem Herrenhaus im Tudorstil in Hohenlandin sowie der Kirche im Basilikastil in Niederlandin passt der Ort ideal zum Thema. Die Kreisvolkshochschule Prenzlau bietet eine ganztägige Denkmalstour, der Bus startet dort um 9 Uhr.

Seine Türen öffnet auch das »Hugenottenhaus« in Hammelspring, einem Ortsteil von Templin. »Das uralte Gebäude hat eine sehr interessante Geschichte. Derzeit ist unser Förderverein dabei, das Fachwerkbauernhaus komplett neu aufzubauen und für die Nachwelt zu erhalten«, sagte Martina Reichelt, Vereinsvorsitzende des »Hugenottenhaus Hammelspring e.V.«. Besucher haben Gelegenheit, sich über den Fortgang der Sanierung und über die künftige Nutzung zu des Gebäudes zu informieren. Führungen gibt es ab 11 Uhr und ab 14 Uhr.

Französische Einwanderer hatten das »Hugenottenhaus« im 18. Jahrhundert auf einem wüsten Bauernhof errichtet. Seit 1968 stand das Wohnspeicherhaus mit der »schwarzen Küche« leer und verfiel. Der 2011 gegründete Förderverein kümmert sich um seine Sanierung.

»Hier wollen wir ein Hugenotten-Zentrum mit einem kleinen Museum einrichten und mit unserer Arbeit das Vereinsleben in Hammelspring und die Kultur ganz allgemein fördern«, berichtete Martina Reichelt. Das Gebäude ist in der Denkmalschutzliste des Landes Brandenburg als Einzeldenkmal »Kolonistenhaus (Hugenottenhaus)« eingetragen.

Die Arbeit des Vereins wird maßgeblich von der Jugendbauhütte Brandenburg-Berlin unterstützt. Fördermittel steuern zudem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Land und der Landkreis bei. Doch der Verein wird auch von »vielen kleinen Einzelspendern« unterstützt. Größte Sponsor für das Projekt war bislang die G.&H. Murmann-Stiftung zur Förderung der Denkmalpflege.

In die Uckermark kamen die Hugenotten, Protestanten im vorrevolutionären Frankreich, nachdem König Ludwig XIV. mit seiner intoleranten Religionspolitik rund eine viertel Million Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen hatte. 45 000 von ihnen wanderten in deutsche Landen aus, davon 20 000 nach Brandenburg-Preußen. Dort hatte 1685 der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm mit seinem »Edikt von Potsdam« den Hugenotten gestattet, sich in Brandenburg-Preußen niederzulassen und ihren Glauben frei auszuüben.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen