Werbung

Ein wichtiger Mann

Christian Y. Schmidt liest aus seinem Debütroman

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Als der Maoismus noch wichtig war, damals in den 70ern, war Christian Y. Schmidt in der «Liga gegen den Imperialismus», der «Massenorganisation» der kleinen Studentenpartei KPD/AO. Als Hans-Dietrich Genscher noch wichtig war, hat er ihn in der «Titanic» als Comicfigur «Genschman» neu erfunden (zusammen mit Hans Zippert und Achim Greser). Als Joschka Fischer noch wichtig war, hat er das beste Buch über ihn veröffentlicht: «Wir sind die Wahnsinnigen» (1999). Als Blogs noch wichtig waren, ist er in die «Riesenmaschine» eingestiegen. Und als China immer wichtiger wurde, ist er dahin gezogen und schrieb «Bliefe von dlüben» an die «Titanic».

Nun hat Christian Y. Schmidt, Jahrgang 1956, bei Rowohlt seinen ersten Roman veröffentlicht: «Der letzte Huelsenbeck». Davon träumen viele Journalisten, die sich das nicht trauen, weil sie glauben, dass Romaneschreiben die große Kunst ist. Stimmt ja auch. Schmidt, der zum Glück auch für diese Zeitung schreibt, hat es einfach getan. «Christian Y. Schmidts postdadaistischer Roadtrip ist das Gegenteil von Bescheidwissen, Rechthaben, Sinnstiften und Ordnungschaffen. Mehr an literarischer Revolte ist derzeit nicht denkbar; Schmidt hat’s riskiert - und gewonnen. schrieb Georg Seeßlen im »Freitag«.

Es geht im »Huelsenbeck« um einen Journalisten und Hobbyornithologen, der nach Jahren in Ostasien nach Deutschland zurückkehrt, um seine Ruhe zu haben, was aber nicht klappt. Das ist sehr anrührend und lustig.

Heute um 20 Uhr liest Schmidt daraus vor, im Buchladen Bötzowbuch, Bötzowstraße 27. cm

Münzenbergforum

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen