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Carilda Oliver Labra

6. 7. 1922 - 29. 8. 2018

Die Anzahl der Gedichte über Fidel Castro ist nicht bekannt. Das von Carilda Oliver über den jungen Guerillakämpfer aus dem Jahr 1957 könnte das erste gewesen sein. Der Dank der Dichterin in ihrem »Canto a Fidel« gilt seiner Würde und seinem Herzen, seinen Waffen und seinen Worten. »Gracias por todo, Fidel« (danke für alles) lautet die letzte Zeile. An den sozialistischen Literaturkanon habe sich Carilda Oliver aber nie anpassen wollen, heißt es, und ihre erotische Poesie kam überdies bei der katholischen Kirche gar nicht gut an.

So ist zu lesen, dass ihr Werk es in Kuba nicht leicht hatte - und sie trotzdem eine der einflussreichsten kubanischen Dichterinnen war. Die chilenische Dichterin und Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral hielt jedenfalls große Stücke auf Carilda Oliver, die nicht nur schrieb, sondern auch zeichnete, malte und Skulpturen schuf. Mehrere nationale und internationale Preise sprechen zumindest für eine späte allgemeine Würdigung.

Kubanische Medien meldeten den Tod der studierten Juristin im Alter von 96 Jahren - in Matanzas, wo sie auch geboren wurde. rst

Ju Kyu Chang

25. 11. 1928 - 3. 9. 2018

Im offiziellen Nachruf der Volksrepublik Nordkorea wird Ju Kye Chang als einen Altrevolutionär gewürdigt, »der einen herausragenden Beitrag zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten des Landes geleistet hat«. Als ehemaliger Verteidigungsminister gilt Ju als einer der Väter des nordkoreanischen Raketenprogramms, als Wissenschaftler war er verantwortlich für die Entwicklung von Atomwaffen und Raketen.

2006 wurde in Nordkorea der erste von bisher fünf Atombombentests durchgeführt, zahlreiche Raketentests ernteten Kritik. Im vergangenen Jahr erklärte sich Nordkorea zum Atomstaat und verlautete, atomare Sprengsätze mit Interkontinentalraketen bis in die USA feuern zu können. Der UN-Sicherheitsrat verhängte harte Sanktionen gegen das Land.

Bereits 2013 hat die US-Regierung Sanktionen gegen Ju und eine Reihe weiterer Funktionäre wegen Rüstungsaktivitäten verhängt. Ju soll federführend beim ersten Start der Langstreckenrakete Unha 2 im Jahr 2009 gewesen sein, den er mit dem damaligen Machthaber Kim Jong Il zusammen verfolgte. Auch bei der Entwicklung der Nachfolgerrakete Unha 3 soll Ju beteiligt gewesen sein. 2015 soll Ju in Rente gegangen sein. Er litt an Panzytopenie, einer Blutkrankheit. ais

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Das Blättchen Heft 19/18