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Das umstrittene Kunstprojekt mit dem Wiederaufbau einer Mauer in Berlin soll abgespeckt werden, um trotz des Zeitdrucks doch noch eine Genehmigung zu bekommen. Wie der zuständige Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) am Freitag mitteilte, haben die Initiatoren um den russischen Filmemacher Ilya Khrzhanovsky diese Woche einen überarbeiteten Antrag eingereicht. Bei dem Projekt »DAU Freiheit« soll vom 12. Oktober an ein Gebäudekarree am Berliner Boulevard Unter den Linden mit einer Betonmauer abgeriegelt werden, um dahinter ein diktatorisches System nachzuspielen.

Bezirksstadträtin Sabine Weißler sagte, nach der Hedwigskathedrale sei nun auch der Berliner Dom und ein Teil des Bebelplatzes aus dem beantragten Areal herausgenommen worden. Dennoch äußerten sich die Bezirkspolitiker skeptisch, das Genehmigungsverfahren mit zahlreichen beteiligten Behörden rechtzeitig abschließen zu können. »Wenn es scheitert, dann scheitert es daran, dass dieses Projekt hier einfach reingedrückt wurde«, so Weißler.

Dassel sagte, er habe dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) bereits vorgeschlagen, gemeinsam ein Ausstiegsszenario zu entwickeln und DAU auf nächstes Jahr zu verschieben. Müller habe jedoch darum gebeten, es »hinzukriegen«. dpa/nd

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