Mythos »Rotes Hessen« verblasst

Im Lauf der Jahre hat eine CDU mit nationalkonservativen Traditionen der SPD bei Wahlen zum Wiesbadener Landtag den Rang abgelaufen

  • Von Hans-Gerd Öfinger, Wiesbaden
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Dass Hessen in der alten Bundesrepublik lange Zeit als uneinnehmbare »rote Hochburg« galt, ist nach 20 Jahren CDU-Herrschaft nur noch einer älteren Generation geläufig. Tatsächlich stellte die Sozialdemokratie in Hessen vor der Jahrtausendwende in 50 von 54 Jahren den Regierungschef.

In den 1950er und 1960er Jahren bildete das zentral gelegene Bundesland so etwas wie ein sozialdemokratisches Gegengewicht zur CDU-dominierten Bundespolitik. Als zentrale Person der Hessen-SPD und Gegenfigur zum CDU-Kanzler Konrad Adenauer galt Georg August Zinn, der von 1950 bis 1969 die Regierung anführte und sich dabei entweder auf absolute SPD-Mehrheiten oder Koalitionen mit der konservativen Vertriebenenpartei GB/BHE stützen konnte.

Mit dem 1946 in der Landesverfassung verankerten Gebot der Sofortsozialisierung von Grundstoffindustrien hatte auch Zinn nichts am Hut. Seine Regierung trieb eine moderne kapitalistische Infrastruktur voran, um K...

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