Ein Atlas der Grausamkeiten

Historiker erstellen Kartenwerk zur NS-Zeit in Sachsen - im Ehrenamt und mit dürftiger Unterstützung der Stiftung

  • Von Hendrik Lasch, Zschopau
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Hans Brenner kann sich noch an sein Entsetzen erinnern, als er 2005 eine neue Ausgabe der »Sächsischen Heimatblätter« aufschlug. Dort war ein Atlas zur sächsischen Geschichte angekündigt, der im Auftrag der sächsischen Akademie der Wissenschaften erstellt werden, aber eine Lücke enthalten sollte: »Die Zeit von 1933 bis 1945 wurde ausgeblendet.«

Brenner war fassungslos. Der frühere Geschichtslehrer hatte viel zur NS-Zeit in Sachsen geforscht: zu den unzähligen frühen Lagern, in denen SA und SS politische Gegner der Nationalsozialisten schikanierten; über die vielen Außenlager von Konzentrationslagern in sächsischen Firmen. Auch in seiner Heimatstadt Zschopau waren jüdische Frauen zu Hunderten ausgebeutet worden. Viele Häftlinge wurden in den letzten Kriegswochen auf Todesmärsche getrieben; viele der Stationen hatte Brenner aufgespürt. Bereits 1982 hatte er eine Dissertation zu den KZ-Außenlagern angefertigt. Er weiß, dass man die G...

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