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Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

Herrn Mosekunds Hausgemeinschaft hatte wie jedes Jahr ein Sommerfest vorbereitet, und wie jedes Jahr war Herr Mosekund für die schriftlichen Angelegenheiten zuständig. Mit einem Nachbarn hatte er sich wie jedes Jahr in den Biergarten begeben, wo sie die Einladung verfassen wollten. Allerdings blieben sie schon bei der Anrede hängen. »Liebe Mieter«, schlug Herr Mosekund wie jedes Jahr vor, aber der Nachbar wandte ein, dass es sich bei den Mietern nicht ausschließlich um Männer handele. »Wenn wir auf der Höhe der Zeit sein wollen, sollten wir das anders formulieren«, sagte der Nachbar. »Liebe Mieterinnen und Mieter«, sagte Herr Mosekund. »Schon besser«, erwiderte der Nachbar, »aber wir würden uns als fortschrittlicher erweisen, wenn wir eines dieser neuen Zeichen verwendeten. Zum Beispiel: Liebe Mieter*innen.« - »Oh nein«, sagte Herr Mosekund, »dann vielleicht doch lieber: Liebe Mietende.« In diesem Moment kam die Kellnerin, um die Bestellung aufzunehmen. »Ein Radler«, sagte der Nachbar. »Und ich«, sagte Herr Mosekund, »hätte gerne ein Radelndes.«

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