Werbung

Nachhaltig verschobene Verhältnisse

Simon Poelchau über den Handelsstreit zwischen USA und China

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die am Montagabend von US-Präsident Donald Trump verhängten neuen Zölle auf chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar werden vermutlich nicht das letzte Wort sein, das im Handelsstreit zwischen Peking und Washington gesprochen wird. Schließlich warnen auch chinesische Unternehmer, dass der Streit noch Jahrzehnte andauern könnte.

Denn dass ein solcher Konflikt nicht mit ein paar Gipfeltreffen gelöst werden kann, ist klar. Er existiert auch nicht erst seit dem Amtsantritt von Trump. So plädierte China zum Beispiel bereits 2009 nach dem Ausbruch der Finanzkrise für die Schaffung einer supranationalen Leitwährung. Dies war nichts anderes als ein Angriff auf die Vormachtstellung des Dollar.

Im derzeitigen Konflikt geht es nicht bloß um Details in der Handelsbeziehung. Vielmehr kommt in ihm eine nachhaltige Verschiebung der weltweiten ökonomischen und geopolitischen Kräfteverhältnisse zum Ausdruck.

Auf der einen Seite steht die alte Supermacht USA, die jahrzehntelang, als sie noch unangefochten am Drücker war, die neoliberale Globalisierung vorantrieb und nun einen rechtspopulistischen Präsidenten hat, der meint, dass Freihandel nicht immer nur gut sei. Auf der anderen Seite steht die Volksrepublik China, die sich in den letzten Jahren von der Werkbank der Welt zur neuen Macht im globalen Kapitalismus gemausert hat.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen