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Persönliche Kontakte intensivieren

»Deutsch-Russische Partnerschaft« in Schwerin mit Verein besiegelt

Schwerin. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich ein Verein für »Deutsch-Russische Partnerschaft« gegründet. Auf der Gründungsversammlung am Dienstag in Schwerin wurde Ex-Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zum Vorsitzenden gewählt. Es sei wichtig, gerade in politisch angespannten Zeiten den persönlichen Kontakt zwischen den Menschen aufrecht zu erhalten und zu intensivieren. »Wir wollen, dass sich Schüler treffen, Sportler ihre Kräfte messen, Wissenschaftler Ideen austauschen. Dieses Ziel der Völkerverständigung wird von vielen mitgetragen. Das Interesse mitzumachen ist groß«, so Sellering. Er war Initiator der Vereinsgründung, für die er führende Vertreter aus Wissenschaft, Sport, Kunst und Kultur Mecklenburg-Vorpommerns gewinnen konnte - darunter der Rostocker Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck und Sportbundchef Andreas Bluhm. »Sport ist ein elementarer Bestandteil der Völkerverständigung. Auf Vereinsebene gibt es Kontakte nach Russland. Junge Sportler begegnen sich regelmäßig bei den Baltic Sea Youth Games. Wir wollen auch die Fachverbände noch stärker in den Austausch einbinden«, so Bluhm.

Schon in seiner Zeit als Regierungschef hatte sich Sellering für eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen stark gemacht. So rief er 2014 auf dem Höhepunkt der Ukrainekrise kritischen Mahnungen und EU-Sanktionen zum Trotz den ersten Russlandtag mit ins Leben. Die dritte Auflage dieses Wirtschaftstreffens findet im Oktober in Rostock statt. »Wir haben mit der Vereinsgründung auf’s Tempo gedrückt, damit wir auf dem Russlandtag schon für unsere Arbeit werben können«, so Sellering.

Zur Tagung werden Vertreter aus Mecklenburg-Vorpommerns Partnerregion Leningrader Gebiet erwartet, zu der die Verbindungen enger geknüpft werden sollen. »Zum Gouverneur habe ich ein gutes Verhältnis. Das kann hilfreich sein, wenn es im Einzelfall bei einem Austausch mal hakt«, erklärte Sellering. Mit dem Sozialdezernenten des Landkreises Vorpommern-Rügen, Dirk Scheer, und der Rostocker Politikwissenschaftlerin Ludmilla Lutz-Auras wisse er in der Vereinsführung zwei Mitstreiter mit guten Kontakten nach Russland an seiner Seite. Mecklenburg-Vorpommern und das Leningrader Gebiet um St. Petersburg waren vorige Woche für ihre Regionalpartnerschaft ausgezeichnet worden. Die Ehrung in Berlin war vom Deutsch-Russischen Forum vergeben worden. dpa/nd

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