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Kims beste Chance

Korea-Gipfel weckt Hoffnung auf nukleare Abrüstung und Friedensvertrag

Berlin. Ein Vermittler wolle er sein, der die Gespräche zwischen Nordkorea und den USA wieder ankurbelt, hatte Südkoreas Präsident Moon Jae In noch vor seinem Abflug in Seoul gesagt. Zum ersten Mal seit elf Jahren hat ein südkoreanischer Staatschef wieder Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang besucht, am Dienstag wurde er am Flughafen von Machthaber Kim Jong Un und jubelnden Nordkoreanern empfangen, die Blumen und Nationalflaggen schwenkten - inklusive solcher, die eine vereinigte koreanische Halbinsel symbolisierten. Beide Politiker äußerten ihren Wunsch nach handfesten Resultaten. »Wir haben lange gebraucht, um so weit zu kommen. Unsere Völker wollen, dass wir rasch größere Ergebnisse erreichen«, so Kim bei der Ankunft von Südkoreas Präsident. Moon entgegnete unter Hinweis auf ihre ersten beiden Begegnungen im Grenzort Panmunjom im April und Mai: »Der Frühling von Panmunjom hat uns zum Herbst in Pjöngjang geführt. Es ist Zeit, die Ergebnisse einzufahren.«

Auch wenn beide Staatschefs die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und einen Vertrag zur Beendigung des seit 1953 ruhenden Krieges als Ziele nennen - der entscheidende Akteur, Donald Trump, ist bei dem Treffen nicht anwesend. So muss Moon den Spagat wagen, die gegensätzlichen Vorstellungen und Forderungen Nordkoreas und der USA auszutarieren. Dabei helfen könnte, dass Kim in Trumps Präsidentschaft offenbar die Gelegenheit sieht, einen Friedensvertrag zwischen den koreanischen Staaten zu erreichen. Der US-Präsident kritisiert schon lange, dass die USA die Kosten für die Verteidigung fremder Länder tragen. Sollte eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel allerdings nur Wunschbild bleiben, dürften gegenseitige Beschimpfungen von Kim und Trump nicht lange auf sich warten lassen. ais Seite 7

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