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Umfrage: Politik tut zu wenig gegen Kinderarmut

Kinderhilfswerk: »Armutszeugnis für unser Land« / Mehrheit der Befragten findet Unterstützung von Kindern wichtig

  • Lesedauer: 2 Min.

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Ein kleines Mädchen spielt an einem Klettergerüst auf einem Kinderspielplatz. Etwa 4,4 Millionen Kinder sind in Deutschland von Kinderarmut betroffen.
Ein kleines Mädchen spielt an einem Klettergerüst auf einem Kinderspielplatz. Etwa 4,4 Millionen Kinder sind in Deutschland von Kinderarmut betroffen.

Berlin. Nur 16 Prozent der Deutschen glauben, dass sich die Politik ausreichend um die Bekämpfung der Kinderarmut kümmert. Dabei ist dieses Thema 85 Prozent der Befragten wichtig bis sehr wichtig, wie aus einer Forsa-Umfrage für das Deutsche Kinderhilfswerk anlässlich des Weltkindertags am Mittwoch hervorgeht. »Die Ergebnisse der Umfrage zum Weltkindertag 2018 sind ein Armutszeugnis für unser Land - die Diskrepanz zwischen den Ansprüchen der Menschen an eine kinderfreundliche Gesellschaft und deren Verwirklichung ist teilweise erschreckend«, erklärte der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks, Thomas Krüger, in Berlin.

Auch in anderen Bereichen gibt es große Lücken zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Für 93 Prozent der Befragten ist die finanzielle oder berufliche Unterstützung von Familien wichtig, nur 35 Prozent sehen das erfüllt - eine Diskrepanz von 58 Prozentpunkten. Fast genauso groß ist mit einer Differenz von 56 Punkten der Unterschied beim Schutz der Kinder vor Gewalt

Krüger beklagte neben der mangelnden Unterstützung durch die Politik auch fehlenden Rückhalt durch die Gesellschaft. »Schließung von Spielstraßen, Verwahrlosung von Kinderspielplätzen, Klagen gegen Kinderlärm oder Restaurants und Hotels, in denen Kinder keinen Zutritt haben, sind Anzeichen einer kinderentwöhnten und an manchen Stellen sogar kinderfeindlichen Gesellschaft«, erklärte er.

Was für eine kinderfreundliche Gesellschaft wichtig ist, sehen alle Altersgruppen und Parteianhänger weitgehend ähnlich. Allerdings findet es nur eine Minderheit der AfD-Anhänger wichtig, dass sich Deutschland gut um Flüchtlingskinder kümmert (31 Prozent). Mehr als bei allen anderen Parteien sind AfD-Anhänger aber überzeugt davon, dass sich Deutschland gut um Flüchtlingskinder kümmert (68 Prozent).

Die Mehrheit ist insgesamt der Meinung, dass Deutschland ein kinderfreundliches Land ist (56 Prozent). Für 39 Prozent der Befragten ist Deutschland nicht freundlich zu Kindern. Für die Umfrage wurden 1007 Wahlberechtigte in ganz Deutschland befragt. AFP/nd

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