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Mehr Fußballclubs zeigen Haltung gegen Rechts

Zwei weitere Bundesligaclubs positionieren sich gegen Fremdenfeindlichkeit und die AfD. RB Leipzig will Fußball lieber unpolitisch haben.

  • Von Fabian Hillebrand
  • Lesedauer: 3 Min.

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Spruchbandaktion initiiert von der Ultragruppe Caillera.
Spruchbandaktion initiiert von der Ultragruppe Caillera.

Wie sehr soll sich Fußball politisch gegen Rechts positionieren? Geschäftsführer Michael Preetz vom Berliner Club Hertha BSC hat sich nun in der Debatte für eine aktive Haltung gegen Rassismus der Proficlubs ausgesprochen. »Ich glaube, dass diese Art der Einmischung nicht nur erlaubt sein sollte, sondern auch nötig ist, weil wir als ein Verein, der so in der Öffentlichkeit steht, und mit der Sportart, die wir ausüben, die so in der Öffentlichkeit steht, eben auch eine gesellschaftliche Verantwortung haben«, sagte Preetz am Donnerstag. Es gehe »deutlich« um eine Haltung. »Wir haben jedes Jahr eine ganz klare Haltung gezeigt und gelebt, wo wir unsere Grenzen ziehen.«

Auch Werder-Geschäftsführer zeigt Kante gegen AfD

Auch Werder Bremens Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald pflichtet ihm bei: »In der gegenwärtigen Situation, in der die Gesellschaft unterschiedliche Polarisierungen einnimmt, ist es nicht nur eine Frage von Politik, zu sagen, wo ich stehe«, sagte Hess-Grunewald im Interview mit dem Weser Kurier (Donnerstag). »Eine Position, dass Politik im Stadion nichts zu suchen habe«, ließe sich »gar nicht durchhalten, sondern hat eher etwas mit Gleichgültigkeit gegenüber rechtsradikalen Tendenzen zu tun«.

Hess-Grunewald äußerte sich zu dem Thema, weil Bremer Fans am Sonntag während des Heimspiels gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) mit zahlreichen Spruchbändern und Plakaten gegen Rassismus und Rechtsradikalismus demonstriert hatten.

Zu der Aktion hatte die Gruppe »Caillera« aufgerufen. In ihrem Aufruf heißt es, die Aktion richte sich gegen das Wegschauen in der Politik und einen allgemeinen Rechtsruck. Es sei in Chemnitz und Köthen zu »eine neue Dimension« von Gewaltexzesse gekommen, es sei schwer sich »auszumalen, in was für einer Angst diejenigen leben, die anders denken oder eben nicht weiß sind und Tag für Tag mit dieser Scheiße konfrontiert werden«.

Ralf Rangnick, Trainer von RB Leipzig, positioniert sich dagegen anders. Er forderte, dass der Fußball »eine unpolitische Rolle einnehmen« solle.

Entweder Werder oder die AfD

»Jeder AfD-Wähler sollte schon wissen, dass es ein Widerspruch ist, Werder gut zu finden und die AfD zu wählen«, sagte demgegenüber Hess-Grunewald von Werder Bremen. »Das heißt nicht, dass er nicht ins Stadion kommen soll, aber er sollte sich mit unserer Haltung auseinandersetzen und sich vielleicht überzeugen lassen, sich doch für eine offene, tolerante Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Populismus einzusetzen.«

Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer hatte die AfD bereits zu Beginn des Jahres massiv kritisiert und sich anschließend auch darüber beklagt, in dieser Frage keinerlei Unterstützung von anderen Vereinen oder Vereinsvertretern aus der Fußball-Bundesliga zu erhalten. Es war damals der erste Profifußballverein, der sich so eindeutig gegen rechtsaußen positioniert hatte. Mit Agenturen

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