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Hohe Preise, gute Besserung

Pharmaindustrie nutzt Besonderheiten des deutschen Medikamentenmarktes weidlich aus

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Befund des Arzneiverordnungsreports fällt seit einigen Jahren ähnlich aus: Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Medikamenten steigen wieder moderat, 2017 waren es 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sind 1,4 Milliarden Euro mehr, 39,9 Milliarden Euro mussten die Kassen insgesamt für diesen Bereich aufbringen. Erneut alarmierend sind jedoch die Zuwächse, die dabei auf patentgeschützte Arzneimittel zurückgehen. Im vergangenen Jahr kosteten diese 18,5 Milliarden Euro.

Jürgen Klauber, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), weist auf die Verschiebung auf Hochpreistherapien für häufig nur sehr kleine Patientengruppen hin. Klauber ist einer der Herausgeber des Reports und beobachtet, dass für die Behandlung von Krebs- und Viruserkrankungen sowie von Leiden der körpereigenen Abwehr ein hoher Anteil aller Arzneimittelausgaben verwendet wurden. Der Betrag von 34 Milliarden Euro musste aber für wen...


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