Spionagetool bei der Polizei

  • Lesedauer: 1 Min.

An einem Computer der Polizei ist ein sogenannter Keylogger zum Aufzeichnen von Tastatureingaben entdeckt worden. Die Vorrichtung sei bereits im März gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Zuvor hatte das Nachrichtenportal t-online darüber berichtet. Keylogger werden beispielsweise von Nachrichtendiensten oder Ermittlungsbehörden verwendet, um an vertrauliche Daten wie Kennwörter zu gelangen. Laut Polizei konnte jedoch »eine Missbrauchsabsicht ausgeschlossen werden«. Die Staatsanwaltschaft sei informiert worden, sagte der Sprecher. Auch diese habe keine strafrechtliche Relevanz festgestellt. Der Sprecher machte keine Angaben dazu, an welchem Arbeitsplatz der »Keylogger« gefunden wurde. »Die Urheberschaft konnte zweifelsfrei geklärt werden«, erklärte er jedoch. Es würden jedoch weder zu den internen Maßnahmen oder zu den folgenden Ermittlungen Angaben gemacht. Nach dem Bericht wurde die Datenschutzbeauftragte des Landes Berlin, Maja Smoltczyk, nicht über den Fund informiert. Ihre Behörde prüfe den Fall nun, hieß es. dpa/nd

Abonniere das »nd«
Linkssein ist kompliziert.
Wir behalten den Überblick!

Mit unserem Digital-Aktionsabo kannst Du alle Ausgaben von »nd« digital (nd.App oder nd.Epaper) für wenig Geld zu Hause oder unterwegs lesen.
Jetzt abonnieren!

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal